Die Eisernen ärgerten zuletzt regelmäßig Spitzenteams wie den BVB. Foto: imago images/Kirchner Media

Ach, wie das nervt! Stets und ständig werden die Eisernen nach Europa gelobt, dabei bekräftigte der Verein zuletzt immer wieder, dass es zunächst mal nur um den erneuten Klassenerhalt im zweiten Bundesliga-Jahr gehen soll. So auch vor dem Duell  am Mittwoch (20.30 Uhr) mit RB Leipzig, gegen das die Eisernen in der Vorsaison im Hinspiel beim 0:4 kein Land sahen und auch beim 1:3 im Rückspiel keinen Punkt einstreichen konnten.

„Leipzig ist ein Top-Kandidat für die Meisterschaft und sicher der erste Verfolger der Bayern. Sie verfügen über eine große Qualität in allen Bereichen, sei es die Spielanlage, ihre individuelle Technik als auch die Geschwindigkeit,“ bekräftigte auch Unions Trainer Urs Fischer, der sich der Underdog-Rolle vor dem Spiel absolut bewusst ist. Von wegen Traum von Europa! Doch was interessant ist: Vor allem für die Teams, die sehr gerne in der kommenden Saison europäisch spielen wollen, werden die Eisernen so langsam zum Alptraum.

Keine Partie gegen die Spitzenteams der Liga ging verloren. Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und die einst formstarken Stuttgarter mussten in der Hinrunde sogar ganz ohne Punkte gegen die Köpenicker auskommen. Kein Wunder, dass die Liga stöhnt, wenn die Eisernen kommen. „Gegen Mannschaften wie Union Berlin gewinnst du nicht automatisch“, erklärte Leverkusens Sportchef Rudi Völler. Und RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann wurde vor der Partie am Mittwoch sogar richtig ausführlich: „Sie sind sehr diszipliniert, laufen am meisten in der Liga, machen das nicht immer in einem maximalen Tempo, aber haben die geringsten Abstände zueinander. Sprich: Sie sind unglaublich kompakt in der Defensive, führen gar nicht allzu viele Zweikämpfe, aber aufgrund dieses engen Netzes, was sie immer haben, gewinnen sie einfach viele Bälle und sind dann unglaublich konterstark. Sie haben in den letzten Jahren auch Spieler verpflichtet, wo jetzt nicht jeder Bundesligist dran war, und die haben sie außergewöhnlich gut entwickelt. Sie machen es sehr gut und sind auch verdient in der Position, auf der sie gerade stehen.“

Da ist Unions Sportchef Oliver Ruhnert viel defensiver: „Die Gegner haben immer eine höhere Qualität als wir. Wir sind mit dem Kader schon in der Lage, in der Liga bleiben zu können, aber wir sind mit unserer Qualität weit entfernt davon, mit den Mannschaften mitzuhalten, die derzeit gerade vor uns stehen.“ Mithalten nicht, ärgern aber allemal. Am besten schon wieder heute gegen Leipzig.