Union-Trainer Urs Fischer wird es geahnt haben: Abwehrchef Marvin Friedrich (l.) verlässt die Eisernen.  Imago

Im Sommer war er bereits ein heißer Kandidat für einen Wechsel, sogar ein Abgang zu Hertha BSC stand kurzzeitig im Raum. Jetzt verabschiedet sich Union-Verteidiger Marvin Friedrich aus Köpenick. Den 26 Jahre alten Blondschopf zieht es zu Liga-Konkurrent Borussia Mönchengladbach, wo er Nationalspieler Matthias Ginter ersetzen soll. Die Eisernen kassieren nach KURIER-Informationen immerhin eine satte Millionen-Ablöse als Trostpflaster. 

Friedrich soll Ginter ersetzen

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Kurz vor seinem Abschied schaute Marvin Friedrich noch bei seinem Stammfriseur vorbei, verabschiedete sich mit einem Trikot-Geschenk. 

Friedrich fehlte bereits am Dienstag im Union-Training, soll noch im Laufe des Tages den Medizincheck am Niederrhein absolvieren und dann seinen neuen Vertrag bei der Borussia unterschreiben. Update: Mittlerweile haben sowohl die Eisernen als auch die Gladbacher den Transfer bestätigt. Wie schwer Friedrich der Abschied fällt, zeigt folgendes Video. 

Bevor er in Richtung Westen aufbrach, ließ sich Friedrich noch mal frisch frisieren und schenkte seinem Friseur sein Union-Trikot. Unter das Foto, das rasch wieder gelöscht wurde, schrieb der Friseur: „Danke Marvin für all die Jahre und das Trikot. Wir wünschen dir auf deiner neuen Reise nur das Beste und ganz viel Erfolg!“

Friedrich soll bei der Borussia Matthias Ginter ersetzen, der erst zum Jahreswechsel angekündigt hatte, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Gut möglich, dass Gladbach Ginter nach der Verpflichtung Friedrichs noch verkauft. Inter Mailand soll Interesse zeigen. 

Heintz als Friedrich-Ersatz bei Union

Und Union? Die Eisernen verlieren mit Friedrich eine echte Stütze. 2019 für rund eine Million Euro vom FC Augsburg nach einer Leihe fest verpflichtet, ist Friedrich mit 78 Einsätzen derzeit Unions Rekordspieler in der Bundesliga. Auch in dieser Saison stand er unter Trainer Urs Fischer in 13 von 18 Spielen auf dem Platz, immer über 90 Minuten. 

Immerhin: Anstatt den wechselwilligen Friedrich im Sommer ablösefrei (Vertrag läuft aus) ziehen zu lassen, kassiert Union durch den Winter-Wechsel nach KURIER-Informationen eine Ablöse im mittleren siebenstelligen Bereich. Ein sattes Sümmchen in Corona-Zeiten.

Und: Mit dem jüngst aus Freiburg nach Köpenick gelotsten Dominique Heintz (28) verfügen die Eisernen bereits über einen Abwehrspieler, der Friedrichs Abgang kompensieren soll. 

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