Julian Ryerson, beim 1. FC Union inzwischen Stammverteidiger, soll aus Italien und von Brighton & Hove Albion umworben werden.
Julian Ryerson, beim 1. FC Union inzwischen Stammverteidiger, soll aus Italien und von Brighton & Hove Albion umworben werden. Imago/Matthias Koch

Erfolg macht sexy. Erfolg weckt aber auch Begehrlichkeiten. Das ist die Kehrseite der Medaille. Und genau das bekommt der 1. FC Union derzeit in dieser Transferperiode zu spüren. Erneut gibt es Interesse von der Insel für einen Star der Eisernen. Diesmal im Fokus – Julian Ryerson.

Das gewöhnlich nicht schlecht informierte Magazin „The Athletik“ berichtet, dass der Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion mehr als ein Auge auf Ryerson geworfen haben soll. Zudem soll der Norweger auch in den Notizbüchern einiger Klubs in Italien stehen, die aber namentlich nicht genannt werden. 

Derzeit bemühen sich die Eisernen, den im Sommer auslaufenden Vertrag mit dem 25-Jährigen zu verlängern. Manager Oliver Ruhnert könnte auch eine einseitige Verlängerungsoption ziehen. Wobei dann allerdings laut „The Athletic“ eine Ausstiegsklausel aktiviert werden würde, wonach Ryerson Union im Sommer dieses Jahres für festgeschriebene 5 Millionen Euro verlassen könnte.

5 Millionen Euro müssten dem 1. FC Union für Ryerson eigentlich zu wenig sein

Peanuts für den derzeitigen Tabellenachten der englischen Elite-Liga. Und von einem Gehaltssprung für Ryerson müsste man gar nicht erst groß anfangen zu reden. Zahlen britische Klubs wie die Seagulls aus der Portokasse. Da kann Union nicht Schritt halten!

Natürlich kann ein Abgang von Ryerson nicht im Interesse des 1. FC Union sein, der den Halb-Amerikaner 2018 für rund 150.000 Euro von Viking FK verpflichtete und ihn Stück für Stück so weit aufbaute, dass er als Außenverteidiger quasi gesetzt ist. Egal ob rechts als Ersatz für Christopher Trimmel oder links, wo er meist den Vorzug vor Niko Gießelmann erhält. 

Die Frage ist: Was will Ryerson? Natürlich ist England für Fußballer für gewöhnlich ein Traumziel. Aber nachdem er sich mühsam einen hohen Stellenwert bei den Eisernen erarbeitet hat, muss er zweimal überlegen, ob er das alles so einfach aufgibt.

Ryerson ist beim 1. FC Union der designierte Erbe von Trimmel

Angesichts der bald 36 Lenze von Christopher Trimmel ist selbst bei einer im Raum stehenden Vertragsverlängerung mit dem Burgenländer der Tag nicht mehr fern, an dem der 25-Jährige endgültig das Zepter vom Österreicher übernimmt. Vielleicht sogar die Kapitänsbinde. Im Mannschaftsrat ist der norwegische Nationalspieler ja bereits. 

Union muss also zusehen, dass der Vertrag mit Ryerson bis zum Ende der Transferperiode verlängert wird. Entsprechend dotiert versteht sich. Ober aber ihn jetzt für deutlich mehr als die in der Klausel verankerten 5 Millionen Euro versilbern. 

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