Drei Jahre her: Urs Fischer im Gespräch mit Julian Ryerson. Der Norweger ist einer des Quintetts, das seit Amtsantritt des Schweizers in Köpenick noch dabei ist. imago/Matthias Koch

Kinder, wie die Zeit vergeht. Merkt man allein schon daran, wer wie lange Cheftrainer in der Bundesliga ist. Sicher, jeder weiß, dass Christian Streich da der Dienstälteste ist. Seit Januar 2012 trainiert er den SC Freiburg. Aber dann? Dann kommt schon – richtig gelesen – Urs Fischer, der seit drei Jahren beim 1. FC Union im Amt ist.

Irgendwie unglaublich. Noch unglaublicher aber ist, was sich in den drei Jahren unter seinen Fittichen verändert hat. Von den 33 Akteuren, mit denen er im Sommer 2018 in Liga zwei sein Deutschland-Abenteuer begann, sind heute nur noch fünf Bestandteil des aktuellen Bundesligakaders. Fünf! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Fischer entwickelt den Kader stets weiter

Wer nennt die Völker, zählt die Namen, die alle zusammenkamen ... Und auch gingen. Denn bei den Eisernen herrscht ein ständiges Kommen und Gehen! Nahezu ein Drittel der Belegschaft wird bei den Köpenickern routinemäßig im Laufe einer Spielzeit ausgetauscht. Weil sie entweder nur geliehen waren wie die beiden Schlotterbecks. Sie bei der Weiterentwicklung des Klubs nicht Schritt halten konnten wie Akaki Gogia oder Ken Reichel. In die Jahre kamen wie Michael Parensen oder Marc Torrejon. Gar schlicht weggekauft wurden wie Sebastian Andersson.

Dazu nahmen noch Akteure ihren Hut, die sportlich gesehen den nächsten Schritt machen wollen. Wie beispielsweise Christopher Lenz, den es zu Eintracht Frankfurt zog.

Doch zurück zu unserer Fünferbande. Es fällt übrigens gar nicht so einfach, dieses Start-Quintett aus dem Stehgreif heraus aufzuzählen. Also ohne jegliche Hilfsmittel. Sicher, auf Christopher Trimmel kommt man sofort. Aber dann?

Auch dieses Quintett wird schrumpfen bis zum kommenden Sommer

Marvin Friedrich und Grischa Prömel sind die Nächsten, die einem einfallen. Beides ja Stammspieler. Doch wären Sie sofort auf die skandinavischen Herren Julian Ryerson und Ersatzkeeper Jakob Busk gekommen? Selbst der Verfasser dieser Zeilen, langjähriger Wegbegleiter der Köpenicker, musste kurz nachdenken.

Man muss übrigens kein großer Prophet sein, um sagen zu können, dass auch dieses Quintett weiter schrumpfen wird. Womöglich schon bis zum kommenden Sommer ...