Urs Fischer, Trainer des 1. FC Union, und Manager Oliver Ruhnert planen die Zukunft der Köpenicker. imago/Matthias Koch

Trainer-Beben in der Bundesliga! Adi Hütter schmeißt in Gladbach hin. Markus Weinzierl verlässt Augsburg. Ob freiwillig oder nicht, sei mal dahingestellt. Auch Stefan Leitl verlässt Absteiger Fürth. Florian Kohfeldt wurde in Wolfsburg geschasst. Und bei Hertha suchen sie ja auch noch, auch wenn sie nicht wissen, für welche Liga. Was das mit Union zu tun hat? Wenn das Trainer-Karussell einmal angeworfen wurde, schaut man immer gerne mal auf die erfolgreichen, guten Übungsleiter der Liga. Womit automatisch der Name Urs Fischer fallen muss!

Der Schweizer ist ein heißer Kandidat für den Titel Trainer des Jahres. Falls nicht Christian Streich mit seinen Freiburgern noch Pokalsieger wird. Einen bei seinem Amtsantritt zwar ambitionierten, doch immer wieder am Aufstieg scheiternden Zweitligisten zweimal in Folge in den Europacup zu führen, das muss man erst einmal hinkriegen. Logisch, dass sich da andere in der Branche nach ihm die Finger lecken.

Union-Boss Dirk Zingler wird Urs Fischer nicht freigeben!

Können die knicken. Denn einen vorzeitigen Abschied ihres Erfolgstrainers müssen die Fans der Eisernen offenbar nicht befürchten. Freigabe? Vergesst es. „Der Urs Fischer bleibt hier“, stellte Präsident Dirk Zingler sofort klar und damit etwas, das keiner eigentlich anders erwartet hat. Fischers Vertrag beim 1. FC Union ist noch bis Juni 2023 gültig. Und ein Ende noch nicht absehbar.

Dem Schweizer waren immer die Arbeitsbedingungen wichtig. Paradiesische Zustände so wie in Köpenick, wo keiner dem Chefcoach in die tägliche Arbeit pfuscht, sind selten in der Bundesliga. Zudem ist Fischer sehr bodenständig. Mehr als drei warme Mahlzeiten pro Tag könne er auch nicht essen, hat er mal gesagt. Die kann er sich von seinem jetzigen Gehalt beim 1. FC Union durchaus leisten. Und nach Zinglers Machtwort ließ sich der Schweizer nicht locken: „Ich kann ja dem Präsidenten nicht widersprechen.“

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