Der Ex-Unioner Toni Leistner (r.) feiert mit seinen Kölner Teamkollegen Mark Uth und Benno Schmitz einen Treffer der Domstädter. Am Sonnabend feiert die Abwehrkante zumindest ein Wiedersehen mit den Eisernen. Foto: Lars Baron/AFP/Pool

Wiedersehen macht Freude. Diesen Sonnabend um 15.30 Uhr ist es mal wieder soweit. Die Eisernen gastieren in Köln-Müngersdorf. Dort spielt seit Januar ein Kicker, der das Kapitel Union eigentlich hinter sich gelassen hatte und nun doch quasi eine Art Union-Comeback feiert - Toni Leistner. 

Rückblick: Im Sommer 2018 ging für den gebürtigen Dresdner ein Traum in Erfüllung. Zwra nicht Bundesliga, aber die Insel. Ab nach England in eine spannende Zukunft, in der Union - seinerzeit noch immer Zweitligist - keine Rolle mehr spielen würde. Die Queens Park Rangers unter Trainer Steve McClaren nahmen den Innenverteidiger unter ihre Fittiche. Die Londoner wollten hoch hinaus und stürzten tief. Abstiegskampf statt Aufstiegsgetümmel. Der ehemalige englische Nationaltrainer musste gehen und Leistner verlor seinen Förderer bei den West-Londonern. Auch weil sie ihre Gehaltsliste entlasten wollen, stimmten die Rangers im Januar einer Leihe nach Köln zu.

Das Haus in London ist schon leergeräumt, die Möbel untergestellt. Auch wenn er durch die Corona-Wirren noch keinen Nachmieter hat, die Weichen für eine Zukunft in Deutschland wurden gestellt. Mit den Geißböcken feierte der 29-Jährige gegen Hertha mit einem 5:0-Erfolg im Olympiastadion am 22. Februar sein fulminantes Bundesligadebüt, ist seitdem Stammkraft bei den Geißböcken. Nun das Wiedersehen mit Union. Früher als vor knapp zwei Jahren gedacht. 

Leistner will mit Köln Abstiegskmapf beenden

Ein besonderes Spiel? "Natürlich. Ich freu mich drauf. Ich habe mich ja immer auch gefreut, wenn ich mit Union gegen Dresden gespielt habe", sagte der 1,90 Meter große Sachse. Raum für Sentimentalitäten wird es aber nicht geben. Köln braucht selber noch ein paar Zähler im Abstiegskampf. "Es sieht zwar ganz gut aus, wir haben zehn Punkte Vorsprung auf Bremen und liegen sieben Zähler vor Düsseldorf. Die werden gegen Leipzig und Dortmund nicht so viel holen", glaubt Leistner. Doch in der Domstadt hält man es wie bei den Eisernen mit der Devise: Vertraue nicht auf andere, sieh zu, dass du selber punktest!

Ein Verbleib beim EffZeh kann sich Leistner gut vorstellen. "Es ist aber noch nicht alles geklärt. Köln hat viele Spieler verliehen. Wenn die im Sommer zurückkommen, wären das bis zu neun Innenverteidiger", weiß Leistner um die Tücken des Marktes derzeit. Und auch QPR hat da ja noch ein Wörtchen mitzureden.