Will nach zwei durchwachsenen Jahren in Eindhoven seiner Karriere neuen Schwung verleihen: Timo Baumgartl. imago/Pro Shots

The boys are back in town. Und nicht nur die müssen ab diesem Montag zum obligatorischen Medizincheck in der Charité antreten, sondern natürlich auch die ganzen Neuzugänge des 1. FC Union, die auf Herz und Nieren getestet werden, ehe ab Donnerstag mit einem viertägigen Kurztrainingslager die Vorbereitung auf die dritte Bundesligaspielzeit der Eisernen beginnt. Dabei neu hinzustoßen wird nach Lage der Dinge ein gewisser Timo Baumgartl.

Der will nach zwei Jahren bei Mario-Götze-Klub PSV Eindhoven seine Zelte in den Niederlanden abbrechen. Kam er im ersten Jahr noch zu 13 Einsätzen bei den Holländern, war die vergangene Spielzeit ein Seuchenjahr für den 1,90 m großen Innenverteidiger. Eine Corona-Erkrankung sowie mehrfache Kniebeschwerden ließen ihn auf überschaubare acht Spiele kommen. Zeit also für eine Luftveränderung. Die PSV hat ihm auf ihrer Homepage schon die Freigabe gegeben, um mit anderen Vereinen zu verhandeln.

Timo Baumgartl als Ersatz für Nicolai Rapp

Baumgartl passt ins Beuteschema von Oliver Ruhnert, der ja nach dem Abgang von Nicolai Rapp zu Werder Bremen einen fünften Innenverteidiger im Kader wissen will. Der 25-Jährige stammt aus Stuttgart, für die Schwaben hat er immerhin 86 Bundesligaspiele absolviert. Er bringt also Erfahrung mit und kann sich dennoch weiterentwickeln.

Eindhoven, das 2019 um die 10 Millionen Euro für den 20-fachen U21-Nationalspieler an den frisch abgestiegenen VfB überwiesen hat, will den Schwaben zunächst für ein Jahr verleihen. Dem Vernehmen nach besitzen die Köpenicker aber eine Kaufoption.

Baumgartl kennt die Alte Försterei übrigens aus eigener Anschauung. Beim Relegations-Rückspiel im Mai 2019 saß er bei den Schwaben auf der Bank. Er weiß also, welch ein Tollhaus das Ballhaus des Ostens sein kann. Könnte seine Karriere wieder beflügeln.