Aller Anfang ist schwer. Neven Subotic (M.) müht sich hier, um Energie-Angreifer Felix Brügmann am Abschluss zu hindern.  Foto: Matthias Koch

Endlich! Ein Spiel mit Zuschauern! Das erste seit Anfang März. 523 Besucher wollten in Cottbus die Generalprobe des Regionalligisten für die Liga gegen den 1.FC Union sehen, zahlten dafür 25 Euro pro Ticket. Zu sehen bekamen sie, wie der 1.FC Union in seinen neuen Adidas-Trikots in seinem ersten Testkick der Saison zu einem 3:1 (1:0)-Auswärtserfolg beim FC Energie kam. 

Trainer Urs Fischer verzichtete auf seine jüngsten Neuzugänge Robin Knoche, Keita Endo und Max Kruse. Letzterer hat ja noch nicht mal die zwei notwendigen Coronatests hinter sich, zudem ist er nach seinem Bänderriss Anfang März ohne jegliche Wettkampfpraxis.

Nicht nur die Hitze machte den Eisernen zu schaffen. Den Köpenickern war anzumerken, dass sie noch ganz am Anfang der Saison stehen. Cottbus ist da ein Stück weiter in der Vorbereitung. Kommende Woche gibt es ja schon den Ligastart gegen Lichtenberg 47. Die Lausitzer standen mit ihrer voraussichtlichen Startelf dicht gestaffelt, ließen Union selten durchkommen und spielten munter mit.

Dennoch ging Union in Führung. Bezeichnenderweise nach einem Standard. Neven Subotic reagierte nach einer Ecke von Christopher Trimmel am schnellsten, als die Lausitzer den Ball nicht aus dem Getümmel bekamen und schob zum 1:0 für die Gäste ein (26.).

Vor Problemen stand auch Manager Oliver Ruhnert. Der kam staubedingt erst verspätet ins Stadion der Freundschaft und wurde dann in der Pause beim Halbzeitinterview mit dem rbb fast von einem Rasensprenger nass gemacht. An diesem Tag fast so etwas wie eine Wohltat!

Zur Pause tauschte Fischer nahezu komplett durch, brachte mit John Liebelt sogar einen  Spieler der aktuellen U19 der Köpenicker. Es traf aber dann Berkan Taz nach schöner Vorarbeit von Grischa Prömel (58.) gegen seine alten Kameraden, mit denen er in der Vorsaison in der Regionalliga lange Zeit um den Aufstieg mitgekämpft hatte. Marius Bülter erhöhte zum 3:0 per Strafstoß (77.), ehe Marcel Hoppe den Ehrentreffer erzielte für Energie (87.).

Unter den 523 Besuchern, die unter der brennenden Sonne auch  zu leiden hatten, waren auch offenbar einige Fans der Eisernen. Immerhin waren Anfeuerungsrufe zeitweise bei der Live-Übertragung des Kicks im rbb deutlich zu hören. Ruhnert erfreute auch die nur kleine Anzahl an Fans im Stadion. "Es ist besser, als wenn  keiner da ist. Auch wenn es nicht wirklich das ist, was wir alle wollen", meinte Unions Manager.

Union 1.HZ:  Luthe - Trimmel, Friedrich, Subotic, Gießelmann - Griebeck, Andrich - Gentner - Maciejewski, Taz, Bülter 

2. HZ: Busk - Dietz, Hübner, Schlotterbeck, Lenz - Liebelt, Prömel - Taz, Andrich, Maciejewski  (67. Bülter) -Teuchert