Subotic sagt den Eisernen Adieu
Der Routinier reist nicht mit dem 1. FC Union ins Trainingslager, sondern sucht nach einem neuen Ziel.

Ciao Neven, schön war's mit dir. Wie es aussieht gehen Union Berlin und Neven Subotic künftig getrennte Wege. Der erfahrene Abwehrspieler wird nicht mit den Eisernen ins Trainingslager nach Bad Wörishofen fahren. Der Klub bereitet sich vom 17. bis 25. August im Allgäu auf die neue Saison vor.
„Neven hat uns mit seiner Erfahrung auf dem Weg zum Klassenerhalt enorm geholfen und unsere Erwartungen erfüllt“, teilte Unions Sportdirektor Oliver Ruhnert am Freitagnachmittag mit: „Er sucht nun nach einem neuen Ziel und dabei unterstützen wir ihn entsprechend unserer Vereinbarung.“ Die Trennung erfolgt im Guten.
Wie der Verein ergänzte, sei der 31 Jahre alte Subotic vom Trainingslager freigestellt worden, um Gespräche mit anderen Vereinen über einen Wechsel führen zu können. Er werde sich im Einzeltraining auf die neue Saison vorbereiten, hieß es.
Subotic war im vergangenen Sommer zum Bundesliga-Aufsteiger nach Köpenick gewechselt und hatte den Ligaverbleib als großes Ziel ausgegeben. „Der Klassenerhalt mit Union ist dem Gewinn der deutschen Meisterschaft gleichzusetzen“, hatte der frühere BVB-Profi zu Beginn der vergangenen Spielzeit gesagt. Nun ergänzte er: „Ich bin froh, meinen Teil dazu beigetragen zu haben.“
Subotic war vom französischen Traditionsklub AS St. Etienne zu Union gewechselt. In Frankreich warf ihn aber eine Verletzung zurück. Seine erfolgreichste Zeit hatte er von 2008 bis 2018 bei Borussia Dortmund, mit den Westfalen wurde er unter Jürgen Klopp zweimal deutscher Meister, Pokalsieger und stand 2013 im Endspiel der Champions League (1:2 gegen Bayern München).
Bei Union erwies sich der Innenverteidiger in der abgelaufenen Saison als wichtige Abwehrstütze, kam in 23 Saisonspielen zum Einsatz. Nach der Coronapause wurde Subotic jedoch deutlich seltener eingesetzt. Nun nimmt er Abschied. Wie türkische Medien berichten, soll Fenerbahce Istanbul an dem Routinier interessiert sein.