Immer engagiert an der Seitenlinie: Steffen Baumgart.  Foto: Imago/Baering

Das kommt etwas überraschend. Steffen Baumgart wird seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim SC Paderborn aus eigener Entscheidung heraus nicht verlängern. Der Coach habe den Club über seine Entscheidung bereits informiert, berichtete die „Sport Bild“. 

Wenig später bestätigte der SCP die Meldung aus dem Hause Springer. „Steffen Baumgart hat sich hier in Paderborn ein sportliches Denkmal gesetzt und an der Erfolgsgeschichte des Vereins über viele Jahre maßgeblich mitgeschrieben. Wir respektieren seine Entscheidung, die nun am Ende eines langen und ernsthaften Abwägungsprozesses steht und für beide Seiten Klarheit schafft. Es geht jetzt darum, gemeinsam die laufende Spielzeit zu einem erfolgreichen Ende zu führen“, wird SCP-Manager Fabian Wohlgemuth in einer Presseerklärung zitiert.

Der gebürtige Rostocker, der vor Paderborn bei Germania Schöneiche, Magedburg und dem BAK tätig war, zeigte sich gewohnt geradlinig. „Ich hatte und habe in Paderborn eine unglaublich spannende und intensive Zeit, in der wir gemeinsam bemerkenswerte Erfolge erzielen konnten. In den vergangenen Wochen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es nun Zeit ist für eine Veränderung. Ich bin den Verantwortlichen in Paderborn und insbesondere Fabian Wohlgemuth sehr dankbar für die offenen und vertrauensvollen Gespräche. Jetzt konzentriere ich mich voll auf die Endphase der laufenden Saison“, sagte Baumgart.

Unions einstiger Publikumsliebling Baumgart wurde zuletzt schon bei einigen Erstligisten als Option gehandelt. Beispielseise Schalke. Der 49-Jährige übernahm die Ostwestfalen als Abstiegskandidat in der 3. Liga 2017 und schaffte mit ihnen anschließend den Durchmarsch in die Bundesliga. Dort tanzte der SCP aber nur einen Sommer. Zum Teil auch, weil Baumgart seinem Hurra-Fußball-Stil treu blieb und immer voll auf Angriff setzte. Schön fürs Publikum, nicht immer fürs Punktekonto.

Auch nach dem Abstieg blieb der 49-Jährige Paderborn erhalten und sorgte dafür, dass die Ostwestfalen im Bundesliga-Unterbau nicht in Abstiegsgefahr gerieten. Was ja so einigen Eintagsfliegen nach einem Ausflug in die Bundesliga passiert ist ...