Da schlug es zum ersten Mal ein. Tim Staubli konnte die Führung für St. Gallen erzielen.  City-Press/Matthias Renner

Gut, dass das kein Pflichtspiel war. Denn so verhauen wurde der 1. FC Union in dieser Spielzeit noch nie. St. Gallen gewann den Test gegen die Eisernen vor 1646 Zuschauern in der Alten Försterei mit 3:1 (1:0). 

Sheraldo Becker durfte ran. So weit hatten seine offenen Worte vom Vortag bei Trainer Urs Fischer offenbar nicht durchgeschlagen. Aber der Schweizer ist kein Freund von öffentlichen Klageliedern. Sportlich, so die Lesart im Forsthaus, hatte sich der Niederländer ja nichts zu schulden kommen lassen und auch nicht gegen irgendwelche Kollegen gepestet. Ganz unbeschadet wird Becker aber nicht davon kommen. „Ich habe es gelesen. Und ich werde mich noch mal mit unterhalten“, so Fischer vielsagend.

Im Kick gegen den Achten der Schweizer Super League konnte Becker aber nicht so auf sich aufmerksam machen, wie gewünscht. Auch wenn er eifrig bemüht war. Denn St. Gallen präsentierte sich äußerst gallig. Aus dem zwischenzeitlichen Privatduell mit dem um einen Stammplatz bei St. Gallen kämpfenden Jérémy Guillemenot ging der als Kapitän agierende Jakob Busk immer wieder als Sieger hervor, gegen Tim Staublis Versuch war der Däne dann aber machtlos (26.). 

Die Gäste legten nach Wiederanpfiff durch den eingewechselten Patrick Sutter (53.) keck nach und stellten nach einem Konter sogar auf 3:0 durch Salifou Diarrassouba (60.). Wenigstens konnte Paul Jaeckel per Kopf noch verkürzen (69.). Zwei Mal half das Aluminium den Gästen. Bitter: Kurz vor Schluss musste Pawel Wszolek mit bandagiertem rechten Knöchel vom Platz humpeln. 

Union spielte mit: Busk - Wszolek, Jaeckel, van Drongelen, Oczipka -  Möhwald  (71. Dehl)- Becker, Teuchert, Öztunali (58. Prömel), Endo (58. Voglsammer) - Abdullahi (58. Behrens)

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