Christopher Lenz bremst hier Wolfsburgs Josuha Guilavogui . Foto: imago images/Koch

Frankfurt hatte vier Tage Zeit für die Euro-Regeneration. Genützt hat es den Hessen nichts. Wolfsburg, am Sonntag zu Gast in der Alten Försterei (13.30 Uhr), hat dagegen nicht mal 65 Stunden, weil die Niedersachsen am Donnerstag in Schweden ihr 2:1 aus dem Hinspiel gegen Malmö FF in der Europa League verteidigen müssen. Wird ein zähes Ringen für die Wölfe. Es kann Union nur helfen.

Es ist übrigens erst der zweite Auftritt der Niedersachsen in Köpenick. 1992 entführten sie dort nach einem Doppelschlag von Siggi Reich in der Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga mit einem 2:1 drei Zähler. Die Eisernen war da aber schon mehr oder weniger chancenlos nach einer Pleite beim VfL (0:4) und zwei Niederlagen gegen einen gewissen FC Berlin (0:3/0:4). Der übrigens macht seitdem nie wieder ein Spiel um Punkte auf westdeutschem Boden. Doch das ist ein anderes Kapitel.

Eine typische Zweitliga-Anstoßzeit

Für Union könnte noch etwas anderes sprechen. Neben dem Heimvorteil versteht sich. Die für das Werksteam ungewohnte Anstoßzeit. Sonntag wird die Partie um 13.30 Uhr angepfiffen. Ob die Mannschaft aus der Autobauerstadt da schon richtig ausgeschlafen und voll fit ist? Ihr Biorhythmus  kennt das  ja so eher nicht. „Wir aber haben das jahrelang geübt“, meinte Christopher Lenz mit einem Grinsen. Na dann ...