Auch in dieser Spielzeit wird Julian Ryerson (r.) Unions Kapitän Christopher Trimmel ersetzen. Vielleicht häufiger als je zuvor. imago/Matthias Koch

Vorbereitungszeit, Neuzugänge, Kampf um die Plätze. Es ist vieles offen. Und doch kann man anhand der Transfers schon jetzt sehen, dass sich beim 1. FC Union einiges ändern wird. Auf bis zu fünf Positionen könnten die Eisernen beim Ligastart im Derby gegen Hertha BSC (6./7. August) mit neuem Personal aufwarten im Vergleich zum letzten Punktspiel gegen den VfL Bochum Ende Mai.

Fünf Veränderung sind fast die halbe Mannschaft. Da kommt einiges auf Trainer Urs Fischer zu. Sicher gibt es auch wieder einige Erbhöfe bei den Eisernen. Formschwäche oder Verletzungen könnten zudem ihren Teil dazu beitragen, dass sich bis zum Start noch mehr ändert. Oder durch sich noch ergebende Transfers einiger Stars wie Taiwo Awoniyi oder Sheraldo Becker. Auch ein Systemwechsel könnte natürlich Auswirkungen haben.

Wachablösung Ryerson für Trimmel deutet sich beim 1. FC Union an

In Stein gemeißelt ist also noch nichts. Doch wenn es morgen losgehen würde, würden die Eisernen sicherlich so aussehen. Im Tor fiebert Frederik Rönnow nach dem Abgang von Andreas Luthe seiner ersten Saison als klare Nummer eins entgegen. Vor ihm in der Dreierkette werden Paul Jaeckel, Robin Knoche und Neuzugang Danilho Doekhi agieren. Rechts und links auf den Außenbahnen würden wohl Julian Ryerson und Niko Gießelmann die Dreier- zur Fünferkette auffüllen.

Natürlich ist ein Christopher Trimmel nicht außen vor. Aber schon in der abgelaufenen Saison hat der Norweger Ryerson den Österreicher einige Spiele pausieren lassen und dabei gut vertreten. Die Wachablösung war sozusagen live zu bewundern. Klare Tendenz: In der Spielzeit 22/23 wird Ryerson noch mehr zum Zug kommen. Denn Trimmel wird ja nicht jünger ...

Spannend wird es vor allem im Mittelfeld. Grischa Prömel hat Union ja verlassen. Doch nicht nur seine Position wird neu vergeben. An Rani Khedira führt derzeit kaum ein Weg vorbei. Auf den Halbpositionen davor hätten Janik Haberer und Milos Pantovic gute Karten. Weil Genki Haraguchi bei allem Fleiß zu wenig Torgefahr ausstrahlt. Wobei sich natürlich auch Andras Schäfer berechtigte Hoffnungen macht, nach seinem ersten halben Jahr Eingewöhnungszeit künftig eine größere Rolle spielen zu dürfen.

Im Sturm setzt der 1. FC Union weiter auf Becker und Awoniyi

Einzig im Sturm gäbe es – Stand heute – keine Neuerungen. Da würde sich wieder das kongeniale Duo aus Awoniyi und Becker tummeln. Die kamen im Vorjahr zusammen auf immerhin 27 Scorer-Punkte. Und Becker – anders als Awoniyi – hatte ja im Urlaub in den Niederlanden verkündet, dass er zu bleiben gedenkt.

Doch wenn Awoniyi dem Werben der Insel erliegt, dann sieht die Sache natürlich anders aus. Denkbar ist, dass dann Sven Michel deutlich mehr Minuten bekommt als bisher. Vielleicht auch im Wechselspiel mit Andreas Voglsammer.

Das heißt: Drei der sieben Neuzugänge wären wohl Startelfkandidaten. Jamie Leweling verpasst durch seinen Außenbandanriss ja die Vorbereitung. Paul Seguin und Tim Skarke müssten sich im Mittelfeld noch etwas gedulden. Auch Leverkusens Torwart-Leihgabe Lennart Grill bliebe vorerst nur der Platz auf der Bank.

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