Joel Pohjanpalo arbeitet hart an seinem Comeback. Foto: imago images/Matthias Koch

Zwei Niederlagen in Folge - das gab es in dieser Saison noch nicht bei den Eisernen. Was im Vorjahr noch kein echter Grund zur Sorge war, ist in dieser Spielzeit ... noch immer keiner. Denn die Köpenicker sind mit 28 Zählern aus 18 Spielen -  fünf Punkte mehr als 19/20 - weiterhin voll im Soll. Dennoch war die Fehleranalyse nach den Pleiten gegen RB Leipzig (0:1) und den FC Augsburg (1:2) bereits am Sonntag voll im Gange.

Ein Indiz: die fehlende Spritzigkeit im Sturm. Zwar erarbeiteten sich die Eisernen vor allem in der Fuggerstadt einige Torgelegenheiten, doch auch Trainer Urs Fischer monierte, dass am Ende die letzte Konsequenz - „oder auch die richtige Entscheidung“ - gefehlt habe. Der offensichtliche Grund: Sturmspitze Taiwo Awoniyi ist nach seinem 15. Einsatz in Folge, davon neun über 75 Minuten, langsam aber sicher am Ende seiner Kräfte, bräuchte dringend mal eine Verschnaufpause. So wie der ebenfalls überspielt wirkende Sheraldo Becker zuletzt, für den Trainer Fischer aber eben auch Alternativen hat. Awoniyi ist indes noch immer der einzig verfügbare Stoßstürmer. Das Resultat: Mit einem müden Taiwo erzielten die Eisernen gegen Leipzig zum ersten Mal in dieser Saison kein Tor.

Im Gespräch bestätigte Fischer, dass Taiwo eine Verschnaufpause gut täte und lieferte auch gleich eine Lösung: Die Eisernen hoffen auf ein baldiges Comeback von Joel Pohjanpalo. Der verletzte finnische Nationalspieler trainiert seit vergangener Woche wieder mit der Mannschaft, arbeitet hart an seinem Comeback und könnte schon bald wieder zur Verfügung stehen. Auf einen konkreten Spieltag wollte sich der Schweizer Trainer nicht festnageln lassen, erklärte aber: „Joel kann immer besser mittrainieren, was ihm jetzt vor allem fehlt, ist eine gewisse Spielpraxis.“ Spielpraxis, die sich die Leihgabe aus Leverkusen möglichst bald holen soll.

Und auch eine andere Option haben die Eisernen im Angriff. Der nur drei Zentimeter kleinere Neuzugang Leon Dajaku ist körperlich (fast) auf Awoniyis Höhe, hat zudem in der Jugend beim VfB Stuttgart regelmäßig im Zentrum attackiert. „Leon benötigt noch Zeit, muss die Mannschaft erst besser kennenlernen“, mahnte Fischer zwar. Doch sobald der Waiblinger sich eingelebt habe, Pohjanpalo fit sei und Awoniyi mal durchgeschnauft habe, könnten die Eisernen wieder hinausstürmen.