Vor dem Spiel war die Laune bei Boss Dirk Zingler und Manager Oliver Ruhnert (r.) deutlich besser, hinterher überwog die Erleichterung, eine Blamage vermieden zu haben.
Vor dem Spiel war die Laune bei Boss Dirk Zingler und Manager Oliver Ruhnert (r.) deutlich besser, hinterher überwog die Erleichterung, eine Blamage vermieden zu haben. imago/Contrast

Wieweit es sinnvoll ist, mit einem Tag weniger Regenerationszeit als der Stadtrivale sich vor dem Derby auch noch eine kräftezehrende Verlängerung aufzubürden, dass müssen sich die Kicker des 1. FC Union schon selbst fragen, nach dem arg mühsamen, 120 Minuten dauernden 2:1-Pokalerfolg beim Chemnitzer FC.

Bei den Klub-Oberen gehörte der Kick im Stadion an der Gellertstraße nicht zu den Highlights, die sie sich immer wieder auf Youtube anschauen werden in einer fernen Zukunft, wenn sie an ihre aktive Zeit in den Diensten der Eisernen zurückdenken werden.

Manager Oliver Ruhnert grantelt über den Auftritt des 1. FC Union

Manager Oliver Ruhnert war, um es vorsichtig auszudrücken, nicht sehr amüsiert über den Kick. „Es haben sich einige Mannschaften schwergetan in dieser ersten Pokalrunde. Wir heute auch, weil wir einfach schlecht gespielt haben“, nahm der 50-Jährige kein Blatt vor den Mund.

Einmal im Analysemodus, legte der Sauerländer nach: „Es war einfach ungenügend, was wir mit dem Ball gemacht haben. Es ist einfach so, dass man heute ganz klar sagen muss, dass wir von den Chancen gesehen verdient gewonnen haben, aber wir müssen froh sein, weitergekommen zu sein. Es sollte eigentlich besser funktionieren. So wie wir heute gespielt haben, können wir keine Bundesliga spielen“

Zu wenig Bereitschaft, zu wenig Zutrauen, mit dem Ball was zu machen, die Tiefe wurde nicht gefunden, so seine Hauptkritikpunkte. „Mir hat es heute einfach nicht gefallen. Ich weiß nicht, ob der eine oder andere vielleicht gemeint hat, das geht auch einfacher. Wir sind nicht nachgerückt, teilweise mit vier, fünf Leuten tief geblieben. Aber was zählt im Pokal, ist das Weiterkommen, Und die Mannschaft hat es immerhin verstanden, nach dem 0.1 noch eine Antwort zu geben“, so der grantelnde Ruhnert etwas milder.

Christopher Trimmel erkennt auch Positives beim Arbeitssieg des 1. FC Union

Ähnlich sah das Christopher Trimmel. „Wir hatten unsere Möglichkeiten. Aber jeder weiß, wie es in einem Pokalspiel so ist. Es braucht nur eine Standardsituation, und auch ein Viertligist kommt zurück. Das gehört irgendwie dazu. Und wir alle wussten doch im Vorhinein, dass so ein Spiel nicht leicht wird“, meinte Unions Capitano.

Dass der Sieg auch ein bisschen glücklich zustande kam, wollte der Burgenländer nicht abstreiten. „Das gehört halt auch ein bisschen dazu. Aber wir haben die Partie nach dem Rückstand angenommen und weitergemacht“, wollte er auch das Positive nicht außen vor gelassen wissen.

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