Zaungast beim Kick des 1. FC Union: Der eiserne Neuzugang Jerome Roussillon.
Zaungast beim Kick des 1. FC Union: Der eiserne Neuzugang Jerome Roussillon. Imago/Matthias Koch

Beim Kick des 1. FC Union saß er auf der Tribüne. In sich gekauert. Jerome Roussillon, frisch vom VfL Wolfsburg verpflichteter Linksverteidiger, schaute beim 3:1 gegen den MSK Zilina von oben zu, was seine neuen Kollegen beim 1. FC Union so drauf haben. Für einen Kurzeinsatz, um sich schnellstmöglich an das neue Umfeld zu gewöhnen, reichte es nicht. Und die Frage ist: Wann ist er so weit, dass er den Eisernen helfen kann?

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Eine Frage, die bei Trainer Urs Fischer ein Schulterzucken auslöste. Schließlich sei er erst zwei Tage bei den Köpenickern und von einer Glaskugel hält der 56-Jährige sowieso nichts: „Das kann ich nicht sagen. Wir versuchen, ihn schnellstmöglich fit zu bekommen. Aber so weit ist er nicht. Wir machen uns ein Bild, allzu viele Trainings hat er nicht gemacht.“

Roussillon trat beim VfL auch kürzer, weil der Wechsel zum 1. FC Union vor der Tür stand

Den Anfang der Vorbereitung hatte der Franzose bei den Wölfen noch mitgemacht, sich dann eine Knieblessur zugezogen und war zuletzt nur im Reha-Betrieb oder bei den Übungsstunden mit den alten Kollegen in Portugal nicht mehr involviert, weil sich der Wechsel zum 1. FC Union schon angebahnt hatte.

Große Anpassungsprobleme erwartet Fischer bei Roussillon nicht. Schließlich kam der 1,75 Meter großen Außenverteidiger schon vor viereinhalb Jahren aus Montpellier nach Deutschland, bestritt seitdem 107 Partien für die Niedersachsen. „Er spricht perfekt Deutsch, ist ein aufgestellter Typ. Ehrgeizig, will immer ans Limit gehen“, so Fischer.

Der Einzige, dem der Zugang nicht so richtig schmecken kann, ist daher wohl Niko Gießelmann. Bedeutet für ihn: noch mehr Konkurrenz in Sachen Einsatzzeiten. Über mehr als sieben Startelfeinsätze ist Gießelmann ja bisher nicht hinausgekommen! Zudem läuft sein Vertrag am Saisonende aus, Roussillon ist bis mindestens 2024 an die Köpenicker gebunden und zudem knapp eineinhalb Jahre jünger als der gebürtige Hannoveraner. 

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