Darf nur noch mittrainieren: Sebastian Polter. Imago Images/Matthias Koch

Holterdipolter hat sich der 1. FC Union der Dienste von Sebastian Polter entledigt. Der Stürmer wird bis zum Ende seines im Sommer auslaufenden Vertrages nicht mehr für die Köpenicker in der Bundesliga zum Einsatz kommen. Präsident Dirk Zingler teilte dem 29 Jahre alten Publikumsliebling, der noch im November gefeierter Derby-Held war, diese Entscheidung in einem persönlichen Gespräch am Donnerstag mit. Offensichtlich ging es dabei um das Thema Gehaltsverzicht. Polter gilt als einer Topverdiener im Kader. Zum Stammpersonal gehörte er in dieser Saison bislang nicht.

Der Verein nannte als Grund: unsolidarisches Verhalten. „Es gehört zu den elementaren Werten des 1. FC Union Berlin, dass wir Unioner eine solidarische Gemeinschaft bilden, in der wir füreinander und für unseren Verein einstehen. Sebastian tut das als einziger Spieler der gesamten Lizenzspielerabteilung mit Mannschaft, Trainer- und Betreuerteam leider nicht. Das ist für uns nicht nachvollziehbar und sehr enttäuschend. Es ist meine dringlichste Aufgabe, gerade in schwierigen Zeiten, den Zusammenhalt aller Clubmitarbeiter und Spieler zu schützen, um unsere sportlichen Ziele nicht zu gefährden. Wir haben deshalb entschieden, dass Sebastian ab sofort nicht mehr Teil unseres Spieltagskaders sein wird“, sagte Zingler. Nach wie vor nimmt Polter am regulären Mannschaftstraining der Profis teil. In der Liga hat er fertig.