Sebastian Griesbeck feierte am Sonnabend gegen Augsburg ein überraschend frühes Debüt. Oliver Behrendt

Sebastian Grießbeck hat mit seiner Mama einen ganz besonderen Deal. „Jedes erste Trikot der Saison schenke ich ihr“, verrät der 29 Jahre alte Neuzugang, der bei den Eisernen am vergangenen Sonnabend gegen den FC Augsburg nach nur wenigen Minuten sein Pflichtspieldebüt gab, weil Christian Gentner zuvor verletzt raus musste. Gut möglich, dass Frau Griesbeck am kommenden Wochenende ein weiteres Trikot geschenkt bekommt. Eines, das noch wertvoller ist: ein Startelf-Trikot.

Denn wenn es nach dem Sohnemann geht, ist er absolut bereit, den langfristig verletzten Gentner dauerhaft als Stammspieler zu ersetzen. „Ich traue mir das auf jeden Fall zu“, sagt Griesbeck, schränkt aber schnell ein: „Natürlich nur, wenn der Trainer die entsprechende Entscheidung trifft.“

Vieles spricht dafür, dass der Neuzugang vom 1. FC Heidenheim am kommenden Sonnabend bei Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr) von Beginn an auf dem Rasen steht. Griesbeck und der sowieso gesetzte Robert Andrich kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit an der Brenz, wo sie bereits nebeneinander aufliefen. Der gebürtige Ulmer ist zudem robuster als der ebenfalls zur Verfügung stehende Grischa Prömel. Gegen die brandgefährliche Offensive der Gladbacher dürfte vor allem Lauf- und Zweikampfstärke Trumpf sein.

Das sieht Griesbeck genauso: „Wir wollen mit allen Mitteln gegen Gladbachs Spielfreude gegenhalten und unser wahres, defensives Gesicht zeigen.“ Welche Aufgabe ihm dabei zufällt, ist ihm eigentlich gleich. „Ich bin ein zentraler Mittelfeldspieler. Ob mich der Trainer defensiver oder offensiver einsetzt, entscheidet er allein.“

Zuspruch erhält Griesbeck von Mitspieler Christopher Lenz: „Gente ist eigentlich nicht zu ersetzen, aber was er mit Auge und Erfahrung leistet, gleicht Griese mit seinem irren Eifer aus.“