Janik Haberer (l.), hier im Duell mit Leipzigs Willi Orban, ist mit seinen 28 Lenzen schon der älteste Zugang beim 1. FC Union. Imago/Ulmer

Schnell, schneller, 1. FC Union! Einmal mehr sind die Eisernen so etwas wie der Weltmeister der Blitztransfers. Im Vergleich zum Westend der Stadt steht des derweil 6:3 bei Neuzugängen. Da kann man fast schon in Anlehnung an einen alten Werbeslogan ausrufen: Während Villariba schon feiert, wird in Villabajo noch geputzt.

Arriba, arriba, andale! Geschwindigkeit ist in Köpenick keine Hexerei. Oliver Ruhnert, die schnellste Maus, äh, der schnellste Manager der Bundesliga. Miloš Pantović, einstmals beim FC Bayern ausgebildet, machte diese Woche das halbe Dutzend an Zugängen voll.

Der 1. FC Union holt viele ablösefreie Spieler

Der 1. FC Union ist oben (spanisch: arriba), Hertha noch unten (spanisch: bajo). Bis auf Jamie Leweling, für den der 1. FC Union vier Millionen Euro an Bundesliga-Absteiger Fürth überwies, sind die weiteren Zugänge alle ablösefrei. Was angesichts der Qualitäten eines Danilho Doekhi (Vitesse Arnheim) oder Janik Haberer (Freiburg)  durchaus Erstaunen hervorrufen darf. Gerade Letzterer wusste beispielsweise im Pokalendspiel gegen Leipzig durchaus zu gefallen.

Auch die beiden anderen Zugänge Paul Seguin (Fürth) und Tim Skarke (Darmstadt) kosteten die Eisernen keinen Pfennig. Dabei setzen die Köpenicker, die in der abgelaufenen Saison beim Durchschnittsalter in der Regel stets das Oldie-Team auf den Rasen schickten, ihren Verjüngungskurs fort.

Der 1. FC Union treibt Verjüngung voran

Waren im Vorjahr noch mit Genki Haraguchi (30), Kevin Behrens (30), Sven Michel (31) und Bastian Oczipka (32) zahlreiche Akteure 30+x und das Duo Pawel Wszolek und Andreas Voglsammer bei seiner Verpflichtung auch immerhin schon 29, ist diesmal Haberer mit seinen 28 Lenzen schon der Methusalem.

Doehki (24), Pantović (25) und Skarkle (25) befinden sich im besten Fußballeralter, Seguin als 27-Jähriger ist auch mittendrin. Leweling, der allerdings wegen eines Bänderrisses im Knöchel die Vorbereitung mehr oder weniger verpassen wird, ist mit 21 Jahren auf dem Buckel das Küken.

Damit scheinen die Transferaktivitäten so gut wie abgeschlossen. Doch ganz so ist es nicht. Durch den Abgang von Andreas Luthe (35) ist eine Torhüterstelle vakant. Derzeit scheint Lennart Grill (23) der Favorit für diesen Posten zu sein.

Leverkusens Lennart Grill ist ein heißer Kandidat beim 1. FC Union für die freie Torhüterstelle. Imago/RHR-Foto

Ein Leihgeschäft mit Bayer Leverkusen steht im Raum. Dennoch wird immer wieder auch der österreichische Nationalkeeper Patrick Pentz in diesem Zusammenhang genannt. Der hat am Dienstag offiziell seinen Abschied von Austria Wien verkündet ...

Und auch im Sturm fahnden die Eisernen nach Qualitätspersonal. Sei es, um einem möglichen Abgang von Taiwo Awoniyi vorzubeugen. Oder halt, um noch mehr Klasse aufs Spielfeld bringen zu können.

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