Unions Stürmer Taiwo Awoniyi hat schon lange nicht mehr über ein Tor gejubelt. Imago Images/Hübner

Drei Spiele, drei Niederlagen, dreimal kein Tor! Und so natürlich auch kein Tor von Unions Topstürmer Taiwo Awoniyi (24). Aber Trübsal blasen bringt auch nichts. Lieber an schöne Dinge denken – zum Beispiel an Awoniyis einzigen Doppelpack in der Bundesliga im Oktober beim 2:1 in Mainz. Taiwo, mach’s heute (15.30 Uhr) gegen den FSV noch zweimal.

Nigerias Nationalspieler leidet am meisten unter dem Abgang von Max Kruse zum VfL Wolfsburg. Doch seinem Sturmpartner nachzutrauern, nützt nichts. Als Kruse kurz vor Weihnachten den 1:0-Siegtreffer beim VfL Bochum schoss, konnte Awoniyi nicht ahnen, dass es seine letzte Partie an der Seite des Unterschiedsspielers war, dass das kongeniale Sturmduo nicht mehr zusammen jubeln wird.

Der Nigerianer reiste im Januar zum Afrika-Cup, während Kruse seine letzten drei Spiele für die Eisernen machte und sich mit einem Doppelpack beim 2:1 in Gladbach Richtung VW-Stadt verabschiedete.

Als Awoniyi am 1. Februar zurück an die Försterei kam und wieder auf den Trainingsplatz marschierte, war Kruse schon in Wolfsburg. Awoniyi blieb nur die Erinnerung: „Max hat immer ein wenig hinter mir gespielt und stets gewusst, wann er welchen Ball spielen muss. Er hatte seine Augen überall, du musstest als Stürmer nur schauen: Wo ist Raum, um hineinzusprinten.“

Awoniyi: Auch ohne Kruse alles geben

Taiwo Awoniyi und Max Kruse spielten bis Dezember 2021 gemeinsam im Union-Sturm. Imago Images

Vergangenheit, wie Union muss auch Taiwo mit den Gegebenheiten klarkommen. Er hat umgeschaltet in den Kampfmodus und weiß: „Max ist jetzt nicht mehr da. Auch ohne ihn muss ich weiter alles geben, dann bekomme ich auch weiterhin meine Torchancen.“

Die bleiben zuletzt aber beim 0:2 in Augsburg, beim 0:3 gegen Dortmund und beim 0:1 in Bielefeld aus. Neun Treffer hat der Sturmtank in dieser Saison schon erzielt. In der Torjägerliste stand er im Herbst noch auf Platz 3 hinter Bayerns Robert Lewandowski und Dortmunds Erling Haaland, jetzt wurde er nach hinten durchgereicht.

Jetzt will er neu angreifen. Denn – Kruse hin oder her – an seiner Grundstimmung hat sich nichts geändert. Awoniyi sagt immer noch: „Ich bin richtig glücklich, hier in Berlin zu sein. Hier arbeitet man zusammen, um alle glücklich zu machen. Und das ist das Wichtigste im Leben.“

Sturmpartner Michel braucht noch Zeit

Eine Erkenntnis, die ihn jetzt weiterbringen muss. Es ist Zeit für ihn, richtig erwachsen zu werden. Routinier Kruse ist weg, Nachfolger Sven Michel, der von Zweitligist SC Paderborn kam, braucht noch Zeit, um sich an die Bundesliga und ans Team zu gewöhnen.

Jetzt ist Awoniyi gefragt. Raus aus dem Februar-Blues, rein in den Strafraum, Tore machen gegen seinen Ex-Klub Mainz. Am besten wie im Oktober doppelt ...

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