Sheraldo Becker muss beim 1.FC Union in der neuen Saison, endlich zeigen was er draufhat. Foto: City-Press

Er kam als große Hoffnung. Als Versprechen. Nicht umsonst statteten die Eisernen Sheraldo Becker (25) mit einem Vierjahresvertrag aus. Doch die abgelaufene Spielzeit lief nicht so, wie sich der Holländer und Union das erhofft hatten.

Ist schon ganz anderen Kickern passiert. Einen Kevin Keegan hätten sie einst beim HSV nach dem ersten Jahr am liebsten vom Hof gejagt. Zwölf Monate später führte er die Rothosen zur Meisterschaft.

Umstellungsschwierigkeiten. Dafür gibt’s Gründe dafür. Mehrere sogar. Immer wenn Becker nah dran war, warfen ihn kleinere Verletzungen aus der Bahn. So kann man keinen Rhythmus aufnehmen. „Das war ärgerlich für ihn. Wenn er gesund und fit bleibt, ist er mit Sicherheit ein Spieler, der uns guttut“, glaubt Union-Manager Oliver Ruhnert.

Der weiß auch: „Das 4-3-3 in Holland wird komplett anders interpretiert als bei uns. Dass ein Sprinter wie Sheraldo gewohnt ist, nicht nach hinten arbeiten zu müssen, kam für mich nicht unerwartet.“   Auch deshalb machte sich Ruhnert im Sommer dafür stark, Beckers zweites Jahr abzuwarten, ehe das endgültige Urteil über den Rechtsaußen gefällt wird.

Denn er ist nach wie vor von Beckers Anlagen überzeugt, der in Vorsaison beim Sensationssieg gegen Dortmund in der Hinrunde (3:1) zeigte, was man von ihm erwarten kann, wenn er gut drauf ist. Allein die Erinnerung daran lässt Ruhnert fast ins Schwärmen geraten, als er Sheraldo im Trainingslager in Bad Wörishofen beobachtet: „Becker sehe ich im Moment richtig gut unterwegs. Ein paar Dinge muss er natürlich noch verbessern. Aber das wird mit Selbstvertrauen kommen.“

Aber endlos wird die Geduld der Eisernen nicht sein. Sie hatten schon früher an einen Becker als echte Alternative auf den Flügeln gehofft. Ruhnert wird ganz deutlich: „Dass es so lange dauert, bis er sich umgewöhnt, war schon ungewöhnlich. Irgendwann muss es klick machen.“