Robert Andrich erlebte bei den Eisernen ein bewegtes Jahr. Foto: imago-images/Poolfoto

Bei Robert Andrich fiel die Mittagspause am Mittwoch aus. Statt nach dem Vormittagstraining gemütlich zu relaxen, musste der Mittelfeldspieler des 1. FC Union zur Physiobehandlung. „Die Oberschenkel signalisieren so langsam, dass ich eine Pause brauche. Der Körper ist bereit für Urlaub“, erklärte der 25-Jährige danach in einem Videointerview.

„Gerade die letzten Wochen waren eine ungewöhnliche Zeit, man durfte nicht raus, nichts richtig unternehmen“, erinnerte er sich. Echte Entspannung nach dem Training oder den Spielen kam nie auf, weshalb der Potsdamer sogar auf die tägliche Fahrradfahrt zum Training verzichtete, um seine Muskeln nicht zusätzlich zu belasten.

Andrich ist jedenfalls froh, dass die Saison, die ohnehin schon Überlänge hat, endlich vorbei ist. Klassenerhalt und Senkrechtstart bei den Eisernen hin oder her. Wenngleich er natürlich mächtig stolz auf sein Team und seinen persönlichen Aufschwung ist: „Rechnen kann man damit nicht, dass es am Ende in der Bundesliga so gut für mich läuft. Aber natürlich habe ich darauf hingearbeitet.“

Allein mit den Schiedsrichtern in der Bundesliga konnte sich Andrich nie richtig anfreunden. Seine elf Gelben Karten werden nur von den 17 von Neu-Rekordhalter Klaus Gjasula (Paderborn) übertroffen. „Mir fällt es schwer, über die Schiedsrichter zu sprechen, das ist ein riesiges Thema“, erklärte der Unioner, ließ aber anklingen, dass er alles andere als stolz auf seine Kartenstatistik ist. Und auch nicht scharf darauf ist, Gjasulas Kartenrekord in der kommenden Saison anzugreifen: „Wer solche Ziele hat – tja, da weiß ich dann auch nicht mehr, was ich sagen soll.“

Erst mal freut sich Andrich ja ohnehin auf die Pause. Denn, das weiß auch er ganz genau: „Die kommende Saison wird verdammt schwer.“