Robert Andrich bejubelt seinen Siegtreffer gegen den SC Verl in der Pokalsaison 2019/20. imago-images/Contrast

Wenn sich Steffen „Baume“ Baumgart auf einen „richtig geilen Fight“ freut, dann liegt was in der Luft, so viel ist klar. Dass es bei diesem Duell für Baumgarts SC Paderborn ausgerechnet gegen die Eisernen geht, spricht da ohnehin für sich. Denn Spiele zwischen den Köpenickern und den Ostwestfalen waren bislang stets rassige Duelle mit vielen harten Zweikämpfen und nicht selten auch vielen Toren.

Wie gut, dass bei den Unionern einer wieder mitwirken kann, der von Haus aus beides liefert: Tore und beinharte Tacklings. Dass Robert Andrich wegen seiner Roten Karte aus dem Derby gegen Hertha BSC zuletzt gesperrt fehlte, fiel aufgrund der überragenden Mannschaftsleistungen gegen die Bayern, Stuttgart und Borussia Dortmund fast nicht auf, doch Urs Fischer ist trotzdem froh, einen Mentalitätsspieler wie ihn gegen den Zweitligisten aufbieten zu können.

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Auch, weil sich der Schweizer so ein bisschen sorgt, dass seine Jungs vor den Feiertagen und der verschwindend kurzen Winterpause noch den Fokus verlieren. „Für uns ist wichtig, die richtige Einstellung zu finden, den Fokus wieder hinzubekommen auf die schwierige Aufgabe“, erklärte Fischer vor dem Zweitrunden-Pokalspiel heute (20.45 Uhr) im Stadion An der Alten Försterei. Andrich ist da so ein Spieler, der seine Nebenleute auch mal zusammenhustet und sie zurück auf ihre Position holt. Oder aber einfach selber aufs Tor schießt und so auch mal ein Zeichen setzt. In der vergangenen Saison traf der 27-Jährige in den ersten drei Runden, ging nur im Viertelfinalspiel gegen Leverkusen, das die Eisernen 1:3 verloren, leer aus. Seine tolle Bilanz will er nun auch in dieser Pokalsaison bestätigen.

Überhaupt über einen Einsatz freuen würde sich indes Ersatzkeeper Loris Karius. Einen Einsatz, den ersten Pflichtspieleinsatz im Trikot der Eisernen, wollte Trainer Fischer zwar nicht garantieren, doch ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Leihgabe des FC Liverpool gegen Paderborn das Tor hüten darf. Frei nach dem Motto: Wenn nicht jetzt, wann dann? Denn sollte Karius auch gegen den Zweitligisten kein Vertrauen bekommen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der 27-Jährige bald das Weite sucht. Er will spielen - so viel ist klar.

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Sicher zum Einsatz kommen wird hingegen Keita Endo. Der Japaner überzeugte zuletzt immer wieder im Training und in seinen Kurzeinsätzen und dürfte die Gäste ebenso ärgern wie Rückkehrer Andrich.