Petra Mattuscheck, Christian Arbeit und Unions Manager Oliver Ruhnert (v.l) verabschieden in der Halbzeitpause beim Spiel gegen Freiburg ihren scheidenden Busfahrer Sven Weinel. Nach 22 Jahren hört er bei den Köpenickern auf. Foto: imago images/Oliver Behrendt/Contrast

Bei der Werbung für einen Kuchenriegel hieß es einst: Kleine Torte statt vieler Worte. Eine Torte gab es für Unions nach 22 Jahren scheidenden Busfahrer Sven Weinel von Unionssponsor Frank Müller. Und wohlfeile Worte von Christian Arbeit zur Halbzeitpause auch. „Wir wünschen dir eine tolle Zeit mit der Familie und auf der nächsten Station im neuen Job“, schmetterte Christian Arbeit ins Mikrophon, während er dem 57-Jährigen ein großes Portrait überreichte. Eine Ehrung, die bei Union sonst scheidende Spieler zum Saisonende erhalten.

Die Mannschaft war in roten T-Shirts mit der Aufschrift „Rinjehauen! Svenni“ zum Aufwärmen auf den Rasen gekommen. Rund um die Alte Försterei gab es Spruchbänder für Weinel. „Das ergreift einen doch. Wenn das so von den Fans kommt, ist das ehrlich gemeint“, freute sich Weinel, der beim Gang auf den Rasen gefasster wirkte, als er war. 

Am Ende des Tages hatte er dann doch ein Problem: „Die Torte anzuschneiden, fiel mir echt schwer. Die war echt ein kleines Kunstwerk“, so Weinel. Das Team aber war unerbittlich. Weinel musste das Messer ansetzen, damit die Naschkatzen nach dem Spiel etwas in ihre Leckermäuler bekamen.