Kraftvolles Kopfballduell zwischen Unions Torschützen Andreas Voglsammer (l.) und Kiews Sergej Sidorschuk beim Test in Kematen. imago/Matthias Koch

Alle Achtung, Union! Das macht Lust auf mehr! Erster Test im Rahmen des Trainingslagers in Tirol für die Eisernen. Im rund 60 Kilometer von Oberlängenfeld entfernt gelegenen Kematen trennte sich der 1. FC Union mit 1:1 (1:0) vom aktuellen ukrainischen Meister und Champions-League-Teilnehmer Dynamo Kiew.

Ein teils hitziges Spiel (nicht nur wegen der 27 Grad Außentemperatur), in dem die Köpenicker schon mal einen Vorschmack auf internationale Härte bekamen. Schon früh wurde der 29-fache Landesmeister – 13 davon noch in der Sowjetunion – doppelt mit Gelb „belohnt“. Robert Andrich, zuvor oft leidtragender der Scharmützel der Kiewer, ließ sich leider in Folge der harten Gangart provozieren, bekam ebenfalls den Gelben Karton wegen Meckern präsentiert. Womit der eigentliche Sünder, der Luxemburger Gerson Rodrigues, straffrei davonkam. Der hätte eigentlich für den Nackengriff bei Andrich Gelb sehen müssen, was die Ampel-Karte zur Folge gehabt hätte.

Richtig belohnten sich aber die Köpenicker, die nach einem abgefälschten Schuss durch Andreas Voglsammer in Führung gingen (36.). Gegen die Bogenlampe war Dynamos Schlussmann Georgij Buschkan machtlos. Schon die vierte Bude des Ex-Arminen in der Vorbereitung. Und das im erst dritten Spiel für die Köpenicker. 

Kiew gleicht nach der Pause aus

Kiew tauschte in der Pause komplett inklusive Torwart durch. Und die neuen Jungs hatten mehr Zielwasser getrunken als ihre Vorgänger. Benjamin Verbic glich postwendend aus (48.). Die Dynamos sind nicht umsonst Stammgast in den Europapokalwettbewerben.

Stachelte die Eisernen aber nur an. Levin Öztunali prüfte Keeper Denis Boiko mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze (50.). Zehn Minuten später hatte er erneut die Chance, die Eisernen in Führung zu bringen, doch Kiew bekam ein Bein dazwischen. Voglsammers Schuss kurz darauf flog knapp über die Latte (61.). Kiew hatte auch noch seine Möglichkeiten, wusste diese aber nicht zu nutzen.

Das Ergebnis ist zweitrangig.

Union-Trainer Urs Fischer

Sah alles nicht übel aus. Rund 450 Besucher, davon bestimmt ein Drittel mit eisernen Wurzeln, kamen auf ihre Kosten. Und Trainer Urs Fischer war zufrieden: „Das Resultat ist erst einmal zweitrangig. Wichtig war, dass die Jungs über 90 Minuten gegangen sind. Es war hart heute, wirklich hart. Man hat gesehen, zum Schluss waren sie dann wirklich platt. Aber sie haben gebissen. Und das war das eigentliche Ziel heute.“

Schon am Sonnabend geht es ja munter weiter, wenn die Eisernen gegen OGC Nizza testen (16 Uhr, live auf Sport1). Da soll auch Christopher Trimmel seine ersten Minuten der Vorbereitung bekommen. Unions Capitano war ja nach seinem EM-Urlaub erst in Oberlängenfeld zu Beginn des Trainingslagers wieder eingestiegen und hat entsprechend Nachholbedarf.

1. FC Union: Busk – Ryerson, Friedrich, Baumgartl, Gießelmann – Andrich – Endo, Haraguchi, Öztunali (65. Kaus) – Voglsammer (80.), Awoniyi

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