Marvin Friedrich hatte Supertalent Youssoufa Moukoko lange im Griff und traf schließlich zum Sieg. Foto: imago-images/Matthias Koch

Wieder stark gespielt, diesmal auch gewonnen. Gegen Borussia Dortmund lassen sich die Eisernen den Schneid nicht abkaufen, gehen durch Taiwo Awoniyi (57.) in Führung und liefern auch die richtige Antwort, als Supertalent Youssoufa Moukoko mit seinem Ausgleichstor zum jüngsten Bundesliga-Torschützen wird. Stattdessen trifft Marvin Friedrich in der 78. Minute zum nächsten Heimsieg gegen den BVB.

Urs Fischer setzt vor heimischer Geisterkulisse wieder auf das Erfolgssystem mit Viererkette, lässt dabei den Letztjahres-Helden Marius Bülter von Beginn an auflaufen. 

Der steht aber weniger im Mittelpunkt als Stürmer Taiwo Awoniyi. Nach nur wenigen Sekunden fängt Christopher Trimmel einen verunglückten Pass von Mats Hummels ab, spielt die Kugel in den freien Raum, wo ihn der Nigerianer allerdings nicht optimal erlaufen kann und im holprigen Abschluss schließlich an BVB-Keeper Roman Bürki scheitert.

Doch auch die Gäste gehen hellwach ins Spiel. Supertalent Youssoufa Moukoko setzt sich in der 10. Minuten stark gegen Marvin Friedrich durch, bedient dann, statt selbst abzuschließen, den mitgelaufenen Jadon Sancho. Den Schuss des Engländers kann Union-Keeper Andreas Luthe jedoch stark parieren.

Dass die Dortmunder mit gehörig Respekt nach Köpenick gereist sind, beweist auch Trainer Edin Terzic, der jeden Ballgewinn seiner Mannen frenetisch bejubelt. In der 17. Minute setzt sich Cedric Teuchert jedoch bärenstark durch und schließlich wieder Awoniyi in Szene, doch erneut verläuft sich der Stürmer ein wenig und bringt nicht genug Druck hinter seinen durchaus platzierten Schuss, sodass Bürki mit dem Bein parieren kann.

Doch mit zunehmendem Spielverlauf drängen die Unioner den BVB immer wieder zu Fehlpässen. In der 29. Minute erläuft Sheraldo Becker genau einen solchen, schließt aber erneut genau auf Bürki ab. Auf der Gegenseite haben die Eisernen kurz vor der Pause noch einmal Glück, als Moukoko aus dem Nichts abzieht und den Pfosten trifft.

Im zweiten Durchgang versuchen beide Teams erneut Druck aufzubauen. Cedric Teuchert prüft zunächst Bürki (54.), ehe im direkten Gegenzug alle an einer gefährlichen Meunier-Hereingabe vorbeifliegen.

In der 57. Minute sticht dann der Joker, den die Eisernen stets haben: der Eckball. Nach einem solchen von Trimmel verlängert Prömel gegen Meunier und Awoniyi bezwingt Bürki endlich zur nicht unverdienten Führung der Eisernen.

Doch die währt keine drei Minuten, dann scheppert es gewaltig im Kasten von Andreas Luthe: Becker gibt den Ball an Sancho ab, der Moukoko anspielt - und der 16-Jährige beweist, warum er als größtes deutsches Stürmertalent gehandelt wird und donnert die Kugel unhaltbar links in den Winkel, ist damit der jüngste Torschütze der Bundesliga-Geschichte.

Doch die Eisernen stecken nicht auf und treffen in der 78. Minuten erneut nach einer Ecke: Marvin Friedrich hält einfach den Kopf rein und trifft zum umjubelten Sieg. Da kann dann auch ein Moukoko nichts ausrichten.