Rani Khedira (li.) im Trainingsplausch mit Max Kruse.  imago/Contrast

Der ehemalige Torhüter Rafal Gikiewicz hat Neuzugang Rani Khedira (27) perfekt auf seinen neuen Club Union Berlin vorbereitet. „Ich musste gar nicht fragen, weil Rafal sehr gern, oft und ausgiebig von Union erzählt hat. Gefühlt kenne ich den Verein schon in- und auswendig“, sagte Khedira nach dem Training am Mittwoch in Köpenick: „Er sagte, dass ich wahrscheinlich noch mehr Spaß als in Augsburg haben werde. Ich glaube, dass Union der Lieblingsverein von Rafal Gikiewicz ist. Er hat mir gratuliert.“»

An seinem neuen Arbeitgeber schätzt Khedira vor allem die kontinuierliche Entwicklung in den letzten Jahren. Bei Union sehe man klare Abläufe und eine klare Idee. Die werde jedem eingetrichtert. Dann wisse jeder, was zu tun sei und wo er hinzulaufen habe, sagte Khedira.

Alte Försterei ist fast schon eine alte Liebe

Für Union hatte Khedira schon seit langer Zeit große Sympathie. Das hängt auch mit der Stimmung im Stadion An der Alten Försterei zusammen. „Ich durfte vier Mal hier spielen. Die Atmosphäre sucht in Deutschland ihresgleichen. Da kann man keinen Vergleich mit einem anderem Stadion oder einem anderem Verein ziehen“, sagte Khedira.

Aber irgendwas ist ja immer, fehlt ja immer: In diesem Fall ist es sein Bruder Sami, denn zu einem Duell im Stadtderby wird es nicht mehr kommen. Und so bedauert Rani dann auch sehr, dass ein Weltmeister-Bruder von 2014 nicht mehr bei der Hertha spielt: „Natürlich wäre es unglaublich schön gewesen. Wir hatten leider nie das Vergnügen, gegeneinander zu spielen“, sagte Rani Khedira. „Aber wenn man so lange Profifußball gespielt hast, dann ist es in Ordnung, wenn man mit 34 aufhört“.