Auch nach dem kräftezehrenden Spiel in Haifa zeigte Rani Khedira bei der Niederlage des 1. FC Union in Frankfurt vollen Einsatz Imago/Marc Schüler

Als hätten die Niederlage auf dem Platz und eine unruhige Nacht nicht schon gereicht, gab's am Montagvormittag noch auf die Augen. Videostudium für Rani Khedira und die Eisernen nach der 1:2-Niederlage in letzter Sekunde bei Eintracht Frankfurt. „Es war zwar eine harte Nacht, aber ich glaube, über die 90 Minuten war es trotzdem ein verdienter Sieg für die Eintracht“, gab Unions Mittelfeldspieler am Tag danach ehrlich zu.

Die Fehlersuche per Video hat die Ursachen ja auch noch einmal deutlich gezeigt. Eintracht Frankfurt war es durch frühes Anlaufen gelungen, die ohnehin schon müde wirkenden Köpenicker in eigenem Ballbesitz immer wieder unter Druck zu setzen und dadurch gedanklich extrem zu fordern.

Zu viele Extra-Meter

Jede Unkonzentriertheit der Eisernen endete in einem unsauber gespielten Ball, der wiederum bei den Frankfurtern landete und für  Union dann zusätzliche und unnötige Meter bedeutete.

„Du musst cleverer im eigenen Ballbesitz spielen. Wenn du viele Fehler machst, bedeutet das, dass du viele Wege in den eigenen 16er gehen musst. Und wenn du dann noch einen Gegenspieler wie Filip Kostic hast, der ständig die Tiefe attackiert und gefährlich ist, raubt dir das viel Energie“, so Khedira.

Ausreden gibt es nicht

Damit nicht genug: „Da hat man gesehen, dass da unglaublich viele Bälle unnötig hergeschenkt worden sind und da musst du dir die Energie eben im eigenen Ballbesitz holen, da cleverer und mutiger agieren.“

Die Doppelbelastung aus Conference League und Bundesliga wollte er nicht als Entschuldigung gelten lassen, selbst wenn der Kraftverlust deutlich zu sehen war. Khedira: „Wir sind Profis, wir wollen international spielen, und da darf es keine Ausrede geben, dass du müde bist.“