Philipp Max scherzt mit seinem neuen Coach Ruud van Nistelrooy. Imago/ANP

Nach übereinstimmenden Medienberichten hat der 1. FC Union offenbar bei der PSV Eindhoven eine Offerte für Linksverteidiger Philipp Max abgegeben, die aber von den Niederländern als zu wenig eingestuft und daher abgelehnt worden ist. Damit geht der Poker in die zweite Runde.

Max, Sohn des einstigen Bundesliga-Torschützenkönigs Martin Max, spielt seit zwei Jahren bei der Philips-Werksmannschaft. Der Europapokalsieger der Landesmeister von 1988 hatte seinerzeit 7,7 Millionen Euro für Max überwiesen. In der abgelaufenen Saison war er Stammkraft unter dem nach Lissabon abgewanderten Chefcoach Roger Schmidt. In insgesamt 92 Einsätzen für die PSV konnte Max 26 Scorer-Punkte sammeln. Keine schlechte Bilanz für eine Defensivkraft.

Unions Manager Oliver Ruhnert kennt Philipp Max aus Schalker Zeiten

Oliver Ruhnert kennt Max noch aus Gelsenkirchener Zeiten. Nach seiner Zeit bei Bayern München war Max noch drei Jahre Mitglied der Schalker Knappenschmiede. Ruhnert war seinerzeit Nachwuchschef bei den Königsblauen. Max kam später immerhin sogar zu drei Länderspieleinsätzen. Beim Auftakttraining der Niederländer unter dem Roger-Schmidt-Nachfolger Ruud van Nistelrooy war Max auf jeden Fall dabei.

Falls Union sein Angebot nicht deutlich erhöht, im Eindhovens Dagblad ist von einer Wunschablöse von fünf bis sechs Millionen Euro die Rede, könnten die Eisernen auf Plan B zurückgreifen. Nach wie vor ist eine Rückholaktion von Bastian Oczipka – KURIER berichtete – nicht ausgeschlossen.

Eindhoven will bis zu sechs Millionen Euro für Philipp Max

In diesem Sommer hatte Union bislang erst einmal tief in die Tasche gegriffen, vier Millionen Euro für Jamie Leweling nach Fürth überwiesen. Alle anderen Neuzugänge kamen ablösefrei oder wurden wie Torwart Lennart Grill geliehen. Die Rekordausgabe beträgt weiterhin 6,5 Millionen Euro, die seinerzeit für Taiwo Awoniyi nach Liverpool flossen. Beides deutlich jüngere Spieler als Max, der im September 29 wird.

Unabhängig davon, ob Max kommt oder Oczipka ein Comeback gibt, muss das als Misstrauensvotum für Trabzonspor-Rückkehrer Tymoteusz Puchacz gewertet werden. Der polnische Nationalspieler ist noch bis 2025 an Union gebunden. Für die einstmals an Lech Posen gezahlten 2,5 Millionen Euro Ablöse würde man ihn aber wohl wieder ziehen lassen.

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