Unions Ex-Angreifer Sebastian Polter ist weiter auf der Suche nach einem neuen Brötchengeber,.  Foto: Andreas Gora/dpa

Die Aufregung in den Niederlanden war groß. Sebastian Polter soll es in die Eredivisie ziehen. So zumindest stellen es sich die Verantwortlichen von Fortuna Sittard vor. Seit zwei Jahren spielen die Limburger wieder in der niederländischen Eliteliga, krepeln aber zumeist im Tabellenkeller rum. In der Vorsaison beendeten sie die Spielzeit als Drittletzter. Finanziell geht einiges, seit der türkische Geschäftsmann Özgür Işıtan Gün vor vier Jahren einstieg.

Ist das wirklich die sportliche Herausforderung, die ein Polter sucht? Angeheizt wurde die Gerüchteküche dadurch, dass der gebürtige Wilhelmshavener am Wochenende zu Besuch in Sittard war. Dies veranlasste Sjors Ultee, den vormaligen Trainer und heutige Sportdirektor gegenüber der Zeitung „De Limburger“ von Gesprächen mit dem Ex-Union-Trainer zu sprechen.  

Könnte reines Wunschdenken sein. Mit dem ehemaligen Bundesligaprofi Kevin Hofland hat die Fortuna nun einen Trainer, der wie Polter eine Wolfsburger Vergangenheit hat. Aus dem Umfeld Polters war zu hören, dass es sich um einen privaten Besuch des Stürmers gehandelt habe.   

Es muss von A bis Z passen

Sebastian Polter, derzeit vereinslos

Da der gebürtige Niedersachse ja derzeit einen reinen Deutschlandurlaub macht, ist ein Besuch in dem Nachbarland ja keine große Schwierigkeit. „In der Corona-Pandemie wussten wir nicht, wie das mit den Flügen wird, von daher haben wir uns für Family-Hopping entschieden“, so Polter jüngst im Interview bei Sport1, der als echter Familienmensch sich auch bei Vatern und Muttern in Wilhelmshaven gut erholen kann.

Durch Corona hat sich seine Vereinssuche nicht vereinfacht. Viele Transferentscheidungen werden von den Klubs nach hinten geschoben. Spart ja auch Gehälter, wenn man erst später unter Vertrag genommen wird. Polter selber will jedenfalls nicht das erste beste Angebot annehmen. „Ich muss ein gutes Bauchgefühl haben und direkt sagen können ‚Okay, das passt von A bis Z‘. Kann ich in dieser Stadt leben, sehe ich mich da und kann da mit meiner Familie glücklich werden? Und dann ist natürlich die Frage legitim, welchen sportlichen Reiz dieser Verein hätte? Ich will nicht nur der Spieler XY sein. Ich möchte da nichts übers Knie brechen, sondern wohl überlegt eine Entscheidung treffen“, hatte erjüngst verkündet.