Musste gegen Bulgarien verletzt vom Feld: Joel Pohjanpalo.  Foto: imago images/Newspix24

Kann ja nicht immer alles super laufen beim 1. FC Union. Nach glorreichen Wochen in der Bundesliga war der vergangene Nations-League-Spieltag für die eisernen Länderspielreisenden eher einer zum Vergessen.

So musste Kapitän Christopher Trimmel beim 2:1 seiner Österreicher gegen Nordirland 90 Minuten von der Tribüne aus zuschauen. Nationaltrainer Franco Foda nominierte den Flankengott erst gar nicht für den Spieltagskader, auf seiner Rechtsverteidigerposition lief stattdessen Stefan Lainer von Borussia Mönchengladbach auf und spielte durch. Am Mittwoch trifft der 33-Jährige in Wien dann auf die norwegische Not-Mannschaft um Julian Ryerson.

Während Trimmel auf der Tribüne versauerte, kam es für Stürmer Joel Pohjanpalo noch härter. Der Finne musste beim 2:1 in Bulgarien in der 35. Minute nach einem Schlag auf das Sprunggelenk vom Feld, nachdem er über mehrere Minuten behandelt wurde. Er muss operiert werden und fehlt den Eisernen auf unbestimmte Zeit. Weil auch Anthony Ujah noch immer verletzt ist, wäre derzeit als Sturmspitze ausschließlich Taiwo Awoniyi eine Option, vorausgesetzt, Taktik-Fuchs Urs Fischer stellt die Mannschaft nicht entsprechend um und baut auf einen beweglicheren, kleineren Angriff aus Max Kruse und Cedric Teuchert – oder gar auf Kruse als einzige Spitze.

Dennoch interessant: Als Ersatz für Pohjanpalo kam der 21 Jahre alte Marcus Forss vom FC Brentford zu seinem zweiten Spiel im Trikot der finnischen Nationalmannschaft. Ihm wurde zuletzt nicht nur ein gewisses Interesse von Borussia Dortmund, sondern angeblich auch von den Eisernen nachgesagt. Kurzfristig helfen wird das den Köpenickern im Liga-Alltag allerdings nicht.