Sichtlich nachdenklich: Unions Trainer Urs Fischer. Imago/Koch

Von einem Muss-Spiel will beim 1. FC Union noch niemand reden. Und trotzdem liegt über der Partie Sonnabend gegen den FSV Mainz in der Alten Försterei (15.30 Uhr) der Druck des Siegen-Müssens. Drei Pleiten ohne eigenes Tor verändern die Gefühlslage in Köpenick.

„Es geschehen zu viele Dinge im Moment. Das beschäftigt uns schon“, empfindet Trainer Urs Fischer die Nebengeräusche durch den personellen Umbruch als Ablenkung. Die Situation nach den Niederlagen und der Abschiedsankündigung von Mittelfeldspieler Grischa Prömel als viertem Leistungsträger innerhalb eines halben Jahres bezeichnete Fischer als schwierig. „Der Fokus ist nicht auf dem Spiel. Das ist die Situation, in der sich Union befindet“, sagte der Schweizer.

Nach drei Niederlagen nicht mehr das Selbstvertrauen

Prömel kehrt im Sommer zur TSG 1899 Hoffenheim zurück. Zuvor hatten die Berliner schon die sofortigen Abgänge von Robert Andrich, Marvin Friedrich und Max Kruse kompensieren müssen. „Das ist schon viel für eine Spielzeit“, gestand Fischer. Mit 34 Punkten liegt Union als Tabellen-Neunter nur drei Punkte hinter einem Champions-League-Rang. Ziel bleibe der Klassenerhalt, betonte der Coach.

Der Trainer räumte ein, dass die jüngste Erfolglosigkeit und auch die Personalsituation Spuren hinterlasse. „Nach drei Spielen ohne Tor und Punkt kann das Selbstvertrauen nicht das gleiche sein wie Ende Januar“, beschrieb Fischer die Lage. Von ihm selbst müssten nun aber Ruhe und Konstanz ausgehen. „Man sollte nicht zu viel Aktionismus reinbringen und da spreche ich nicht zuletzt von mir“, sagte der 56-Jährige.

Bloß keinen Aktionismus

Personell hofft Fischer auf einen Einsatz von Abwehrspieler Dominique Heintz. „Er hat wieder mit der Mannschaft trainieren können“ sagt der Coach und will „das Abschlusstraining noch abwarten“. Heintz hatte zuletzt Kopf- und Rückenprobleme.

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