Ex-Union-Star Max Kruse sucht weiter nach einer Zukunft für sich. Die  erhoffte „Flucht“ in die USA wurde gerade etwas schwieriger.
Ex-Union-Star Max Kruse sucht weiter nach einer Zukunft für sich. Die  erhoffte „Flucht“ in die USA wurde gerade etwas schwieriger. Imago/Nordphoto

Hat er sich endgültig verzockt? Max Kruse (34), exzentrischer wie ausgeschlossener Star des VfL Wolfsburg, musste einen Rückschlag hinnehmen bei seinen Bemühungen, über den großen Teich zu wechseln. Der Ex-Eiserne bekam von Steven Cherundolo (43), Trainer des amtierenden US-Meisters Los Angeles, jetzt einen Korb.

Der Grund: Nicht die Qualitäten des Spielmachers. Sondern die lieben Finanzen. Kruse würde das Gehaltsgefüge sprengen und in der MLS gilt ja zudem ein Salary-Cap, von dem nur wenige Spieler ausgenommen werden. Diese Posten will Cherundolo nicht streichen. Zumindest nicht für Kruse.

Und nun? Werfen wir einen Blick nach Wolfsburg, offiziell  immer noch Arbeitgeber des von Niko Kovac suspendierten Kickers. Mit der Personalie Kruse will sich der VfL intensiver wieder mit dem Beginn der Wechselperiode im neuen Jahr beschäftigen.

Wolfsburg will das Fass Kruse erst im Januar aufmachen

„Wir haben noch anderthalb Monate bis zum 1. Januar, wo sich offiziell das Transferfenster auch öffnet. Von daher haben wir klar gesagt: Fokus für uns als Klub ist erst mal auf der Saison, auf den Spielen“, so Wolfsburgs Sportdirektor Marcel Schäfer.

„Wir sind im Austausch mit dem Spieler und seinem Berater. Ich glaube, dass wir ein sehr offenes und ehrliches Gespräch, allen voran mit Max, geführt haben, wie wir in die nächsten Wochen und Monate gehen wollen“, erklärte der Ex-Profi. Man habe sich „dann auch dazu entschieden, dass wir auf die Spieler setzen, die heute hier im Kader sind“.

Ex-Union-Star Kruse im Clinch mit Wolfsburgs Kapitän Arnold

Zuletzt zündelte der für öffentlichkeitswirksame Auftritte und Aussagen bekannte Kruse in Richtung des in Wolfsburg unumstrittenen Kapitäns Maximilian Arnold. Der hatte Kruse jüngst verärgert mit einem Seitenhieb im Podcast „FE:male view on football“. Wolfsburgs Kapitän hatte bei einer Frage zu seiner Arbeitsmoral gestichelt: „Ich fahre sehr gern zur Arbeit. Ich bin nicht – so wie Max Kruse – nur so dreieinhalb Stunden, sondern ein bisschen länger hier, mache gern was für mich und meinen Körper.“ Dessen Konter via Instagram ließ nicht lange auf sich warten: „Der, der weniger Talent hat, muss halt mehr trainieren.“

Im Verein werden dem 14-maligen Nationalspieler mangelnde Professionalität und ein schlechter Einfluss auf den Rest der Mannschaft vorgeworfen. Sein Vertrag ist noch bis Sommer 2023 gültig. Erst Anfang dieses Jahres war er überraschend vom 1. FC Union für eine Ablöse von 5 Millionen Euro zu den Wölfen gewechselt. Dort fiel er im September in Ungnade.

Kruse zieht es vor allem aus privaten Gründen in die Vereinigten Staaten. Sein Sohn Lauro Maxim aus einer früheren Beziehung lebt in Florida. 

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