Unions Neuzugang Jordan Siebatcheu wurde in der Europa League vor knapp eineinhalb Jahren zum Leverkusen-Schreck.
Unions Neuzugang Jordan Siebatcheu wurde in der Europa League vor knapp eineinhalb Jahren zum Leverkusen-Schreck. Imago/Sven Simon

Der Vorname Jordan ist eine Verpflichtung. Dabei ist er acht Zentimeter kleiner als die Basketball-Legende Michael Air Jordan. Doch Theoson-Jordan Siebatcheu, für sechs Millionen Euro von den Young Boys Bern als Ersatz für Taiwo Awoniyi losgeeist, weiß sich auch so in der Luft zu behaupten. Der US-Boy mit frankokamerunischen Wurzeln ist ein echtes Luftkampfungeheuer. Der Köpenicker Königstransfer! Und ein Leverkusen-Killer.

Bayer weiß ein traurig Lied von dessen Künsten zu singen. In der Spielzeit 20/21 trafen die Rheinländer auf die Young Boys mit Siebatcheu. Schweizer Meister? Pft. Da war der Weg doch geebnet für weitere Erfolge in Europa. Doch ein 3:4 und 0:2 weiter und drei Siebatcheu-Tore später war Schluss mit lustig für Leverkusen.

Es war Siebatcheus erstes Jahr bei den Eidgenossen. Seinerzeit auf Leihbasis von Stade Rennes. Nach zwölf Liga-Buden im ersten Jahr wurde er für 2,5 Millionen Euro fest verpflichtet. Es folgte seine bislang beste Saison mit 22 Treffern in der Liga sowie fünf Europacup-Toren.

Beim 1. FC Union muss Siebatcheu mit seinem Nachnamen auflaufen

Nun der Sprung in die Bundesliga für den US-Nationalspieler, dessen Trikot in Bern mit Pefok, dem Mädchennamen seiner Mutter, beflockt war. In Deutschland wird er aber mit seinem Nachnamen auflaufen müssen. Die DFB-Vorschriften erlauben nur den Familiennamen oder aber einen im Personalausweis eingetragenen Künstlernamen.

In Köpenick soll Siebatcheu, der im Vorjahr für die USA debütierte und auf bislang acht Länderspiele zurückblicken kann, einen Vierjahresvertrag erhalten haben. Was auf ein mit einkalkuliertes Wiederverkaufsgeschäft hindeutet. Die gesamte Ablöse könnte sich im Übrigen noch auf acht Millionen Euro hochschrauben. Erfolgsabhängige Boni sind ja heutzutage meist inkludiert.

Mit Siebatcheu bekommt der 1. FC Union einen Spaßvogel

Unabhängig davon erfreuen sich die Eisernen dennoch weiterhin einer prall gefüllten Kasse. Für Awoniyi gab es 20 Millionen Euro, zwei davon gingen nach Liverpool und sechs vorerst in die Schweiz. Sind also immer noch zwölf Millionen vorhanden.

Und es scheint auf den ersten Blick gut investiertes Geld zu sein. Urs Fischer will den 26-Jährigen bestimmt nicht nur deshalb unter seinen Fittichen wissen, um seinem geliebten FC Zürich Schützenhilfe bei der Titelverteidigung zu leisten. Die lösten ja überraschenderweise den Serienmeister Bern ab, das Basel aber auch erst nach dem Abgang von Fischer 2017 entthronen konnte.

Siebatcheu, zumeist Jordy gerufen, gilt als echter Spaßvogel. Mal sehen, ob sein Lachen auch so einfangend ist wie das seines Vorgängers Awoniyi.

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