Steht vor seinem endgültigen Abschied beim 1. FC Union: Pawel Wszolek.
Steht vor seinem endgültigen Abschied beim 1. FC Union: Pawel Wszolek. Imago/Matthias Koch

Jetzt kann alles ganz schnell gehen. Das polnische Internetportal meczyki.pl meldet, dass Pawel Wszolek an diesem Mittwoch bei Legia Warschau unterschreiben soll. Es wäre das Ende eines Missverständnisses zwischen dem 1. FC Union und dem elffachen polnischen Nationalspieler.

Der 30-jährige Flügelstürmer stieg mit Verspätung ins Training der Eisernen ein, weil die Liga in seiner Heimat länger gespielt hatte. In den letzten Tagen wurde er aber in Köpenick schon nicht mehr gesichtet. Offenbar, weil er in seiner Heimat seinen Transfer voranbringen sollte.

Wszolek, der vorigen Sommer ablösefrei von der Weichsel an die Wuhle wechselte, ist laut Meczyki bereits in Warschau und wartet auf den endgültigen Austausch der Dokumente zwischen beiden Klubs. Dort soll er einen Dreijahresvertrag erhalten und als neuer Schützling von Kosta Runjaić präsentiert werden.

1. FC Union: Bei Legia soll Pawel Wszolek einen Dreijahresvertrag erhalten

Der in Wien geborene Runjaic (51) ist in Deutschland kein Unbekannter. Er coachte unter anderem Duisburg, Kaiserslautern und 1860 München. In diesem Sommer übernahm er den 15-fachen polnischen Meister.

Wszolek hatte großen Anteil daran, dass Legia die Klasse halten konnte. Im Winter wurde er von den Köpenickern zurück an seinen Ex-Klub verliehen, erzielte dort in 13 Spielen sechs Tore und war an weiteren drei Treffern beteiligt.

Vorigen Sommer hatte Wszolek sich einiges ausgerechnet bei Union. Doch Trainer Urs Fischer veränderte das System, agierte nur noch mit zwei Spitzen und hatte daher keine Verwendung für den Flügelspieler. Wobei auch bei unverändertem System die Frage im Raum gestanden hätte, ob er an einem Sheraldo Becker vorbeigekommen wäre.

Unions Manager Oliver Ruhnert muss den Kader weiter verschlanken

Bei Legia hat Wszolek einen guten Ruf. Trotz seiner Vergangenheit bei Stadtrivale Polonia. In insgesamt 78 Ligaspielen für den polnischen Rekordmeister kam er auf 18 Tore und gab 18 Vorlagen. Bei Fischer hingegen kam er auf ganze 17 Pokalminuten in Runde zwei bei bei Waldhof Mannheim. In der Bundesliga durfte er überhaupt nicht spielen.

Es wäre also das Ende eines Missverständnisses. Und der erste Kicker, den Manager Oliver Ruhnert von der Gehaltsliste kriegt. Ein Transferminus machen die Köpenicker dabei nicht. Wszolek war im Juli 2021 ablösefrei gekommen.

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