Ist dieser gelbe Geselle  der Sturmpartner für Max Kruse am Wochenende bei den Eisernen? Trainer Urs Fischer muss nach den Ausfällen von Sheraldo Becker und Taiwo Awoniyi tüfteln.  imago/Matthias Koch

Und plötzlich stehst du ohne Sturm da! Der Rückrundenauftakt in Leverkusen (Sonnabend, 15.30 Uhr/Sky) gestaltet sich für den 1. FC Union noch schwerer als erwartet. Dass Taiwo Awoniyi passen muss wegen des Afrika-Cups, war ja bekannt. Doch nun müssen die Eisernen beim Trip ins Rheinland auch noch auf Sheraldo Becker verzichten. Hilfe, was tun? Eine Partnerbörse für Max Kruse muss her, damit er in der Abteilung Attacke nicht den Alleinunterhalter spielen muss.

Ein Ausfall zur Unzeit. Corona mal wieder. Und wenn bislang in Köpenick die eiserne Devise galt, ein paar Spiele werde man auf Toptorjäger Awoniyi verzichten können – auch wenn es schmerzt, dass er beispielsweise im Pokalderby gegen Hertha BSC fehlen wird –, kommt Trainer Urs Fischer nun ein wenig mehr ins Grübeln. Denn der Plan, den Nigerianer durch Sheraldo Becker Eins zu Eins zu ersetzen, ist nun Makulatur.

Urs Fischer erwähnt Alternativen

Kruse als alleinige Spitze aufzubieten, scheint eher wenig zielführend. Er ist da mehr der Typ Spielgestalter, kein Mann, der die Bälle vorne festmacht, auf Flanken wartet oder einem Verteidiger davonsprintet.

Kevin Berens und Andreas Voglsammer gemeinsam reinzuwerfen, was Fischer ja einige Male schon in einer Endphase des Spiels gemacht hat, scheint eher ein Mittel für enge Situationen zu sein, wenn das Spiel Spitz auf Knopf steht. Oder mit Hauruck-Aktionen etwas gerade gebügelt werden muss.

„Wir haben ja auch noch Anthony Ujah und Suleiman Abdullahi“, verwies Fischer auf weitere Alternativen und betonte, dass gerade „Manni“ in der Hinrunde viel an sich gearbeitet habe und daher durchaus eine Option für den Spieltagskader sein könnte.

Behrens vor Vaterfreuden

Für die Startelf jedoch eher unwahrscheinlich. Es sein denn ... Wenn es nämlich ganz dumm läuft für die Eisernen, müssen sie sogar noch auf Behrens verzichten. Denn der sieht dieser Tage erneuten Vaterfreuden entgegen. Es könnte jeden Moment so weit sein, sodass es für Behrens Kreißsaal statt Fußballplatz heißt. 

Fischer hat dafür natürlich Verständnis. Der Schweizer überlegt, für den Fall der Fälle mit 21 Spielern nach Leverkusen zu reisen: „Ich glaube, Kevin würde gerne dabei sein bei der Geburt. Das geht jedem Vater so. Natürlich sind wir darauf vorbereitet.“

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