Anerkennender Blick: Joachim Streich hält viel vom 1. FC Union. Foto: imago images/Christian Schroedter

Die guten Nachrichten reißen für die Eisernen einfach nicht ab. Zum Abschluss des für sie fabelhaften Jahres 2020 gabs nun auch Lob von ganz oben. Niemand Geringeres als DDR-Rekordspieler und Stürmerlegende Joachim Streich zollte seine Anerkennung für den Klub, der zu Streichs aktiver Zeit immer im Schatten der Größen aus Dresden, Magdeburg, Jena und Hohenschönhausen stand.

„Jeder Profi weiß, was er zu machen hat und jeder ordnet sich für den Erfolg des Teams unter. Dazu gehen die Berliner kämpferisch immer an ihre Grenzen. Union wird weiterhin Freude machen und am Saisonende im gesicherten Tabellenmittelfeld landen“, prognostizierte der 69-Jährige.

„Die Mannschaft wurde in den vergangenen Jahren dank eines sehr guten Konzeptes klug zusammengestellt und ist zusammengewachsen. Trainer Urs Fischer gefällt mir dank seiner unaufgeregten Art. Er schafft es, dass die Berliner für jeden Gegner dank der hohen taktischen Disziplin schwierig zu bespielen sind.“ 

Streich weiß, wovon er spricht: Zwischen 1969 und 1985 absolvierte er 378 Partien für Hansa Rostock und den 1. FC Magdeburg, schoss 229 Oberligatore (Rekord) und erzielte zudem in 98 Länderspielen 53 Tore. Auch für ihn flogen die Eisernen lange unter dem Radar, die tollen Leistungen von Hansa Rostock, Energie Cottbus und später auch Dynamo Dresden und RB Leipzig waren lange präsenter. Dass Streich nun den Köpenickern ein Lob ausspricht, zeigt, wie sehr sich die Köpenicker in den Fokus gespielt haben und ist nur ein weiterer Ritterschlag für das Team von Urs Fischer.

Kein gutes Haar ließ Streich übrigens an seinem Ex-Klub Magdeburg, derzeit Letzter in der Dritten Liga: „Was in den letzten Wochen und Monaten beim FCM abgelaufen ist, kann ich nur schwer nachvollziehen. Ich habe bisher nur selten eine Einheit auf dem Platz gesehen. Ein „Weiter-so kann es nicht geben. Ändert sich dazu auch an der Einstellung einiger Spieler nichts, wird Magdeburg die Klasse nicht halten.“