Frederik Rönnow (l.) und sein Kollege Lennart Grill – die Rollenverteilung ist klar. Unions Trainer Urs Fischer legte sich auf den Dänen als seine Nummer eins fest.
Frederik Rönnow (l.) und sein Kollege Lennart Grill – die Rollenverteilung ist klar. Unions Trainer Urs Fischer legte sich auf den Dänen als seine Nummer eins fest. Imago/Christian Schroedter

Schluss mit dem Vorspiel. Der Worte sind genug gewechselt! Lasst uns endlich Taten sehen. An diesem Montag gilt es ab 18.01 Uhr im Stadion An der Gellertstraße: Der 1. FC Union gastiert in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Chemnitzer FC. Und alles andere als ein Einzug in die zweite Cup-Runde wäre beim Viertligisten eine kleine Blamage.

Noch offene Fragen? Eher nicht. Die beiden jüngsten Zugänge Morten Thorsby und Diogo Leite sind für diese 90 Minuten – auf 120 sollte man es gar nicht ankommen lassen angesichts der Tatsache, dass das Derby gegen Hertha BSC schon in fünf Tagen steigt – noch keine Startelfkandidaten, wie Unions Co-Trainer Markus Hoffmann verriet. „Sie haben quasi keine Vorbereitung. Da wollen wir keine Verletzungen riskieren“, sagte der Österreicher, der seinen mit Rückenproblemen abwesenden Chef Urs Fischer auf der Spieltagspressekonferenz vertrat.

Hoffman findet, dass Rönnow dem 1. FC Union Sicherheit gibt

Auch eine zweite Frage ist an und für sich eher abgeschlossen. Schon im Trainingslager hatte Fischer angedeutet, dass er bei der Besetzung zwischen den Pfosten zu Frederik Rönnow tendiert. Was Hoffman wie folgt erläuterte: „Wir haben gesehen, dass er uns eine gewisse Sicherheit gegeben hat im Spiel. Er hat immer zum richtigen Zeitpunkt da gestanden, wo er sein musste.“

Rotation im Tor? Da sei Rönnow vor! Lennart Grill hat also erst einmal das Nachsehen. Mit anderen Worten: Ein wie auch immer geartetes Torwart-Wechselspiel wird eher zur Rotation light. Nur halt jetzt noch nicht. Was später ist, wird sich zeigen. „Jetzt eine Entscheidung zu fällen, was in acht Wochen ist, werden wir mit Sicherheit nicht machen“, verriet Hoffmann eher indirekt, dass sich Leverkusen-Leihgabe Grill sich noch gedulden muss.

Lennart Grill muss auf ein Weiterkommen im Pokal hoffen

Die in nicht wenigen Vereinen praktizierte Aufteilung zwischen Pokal und Liga – in Unions Fall kommt ja auch noch die Europa League hinzu – wird beim ersten Spiel der Saison ausgesetzt. Es sei halt wichtig, dass sich die Hintermannschaft erst einmal komplett einspielt. Und da Danilho Doekhi und eben Leite auch nicht sofort mit von der Partie sind, wäre es vor dem Derby hochgradig leichtfertig, Frederik Rönnow die dringend benötigte Matchpraxis mit den anderen Abwehrspielern zu entziehen.

Genauso hat Union es ja im Vorjahr gehandhabt, als Andreas Luthe beim Pokalauftakt in Haching gespielt hat und Rönnow erst in Runde zwei ran durfte. Und übrigens auch im Europacup erst am zweiten Spieltag. Da lag es aber daran, dass der Däne mit gesundheitlichen Problemen zum Start in Prag passen musste.

So will der 1. FC Union spielen: Rönnow - Jaeckel, Knoche, Heintz - Trimmel, Khedira, Gießelmann - Haraguchi, Haberer - Becker, Siebatcheu

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