Marvin Friedrich ist mit 62 Prozent gewonnener Zweikämpfe Unions bester Abwehrrecke.  Foto: dpa/Tom Weller

Gemeinhin wird mit dem Sprichwort „Wie einst im Mai“ nur Gutes assoziiert. Auch die 1913 in Berlin uraufgeführte Operette ist ja im weitesten Sinne der Gattung Lustspiel zuzuordnen. Doch für Union gilt es sich im Spitzenspiel gegen die Bayern möglichst nicht danach zu richten. 

Denn das letzte Mal, als die Eisernen zwei Ligapleiten in Folge zu beklagen hatten, war just im Wonnemonat. Damals hießen die Gegner FC Bayern und Hertha BSC. Nun gab es die Niederlage im Derby und es kommen die Bayern ... Bis repetita non placent, heißt es bei „Asterix und der Avernerschild“. Wiederholungen gefallen nicht. 

Union ist Blitzstarter der Liga

Wenn es nach den Vorzeichen geht, verspricht das eine muntere Partie zu werden. In den letzten vier Ligaspielen gerieten die Bayern immer in Rückstand. Angesichts von 52 Prozent gewonnener Defensivzweikämpfen bei Union - Ligabestwert! - dürfte es für die Flick-Elf schwer werden, in Köpenick einfach so zurückzukommen bei einem Rückstand.

Nur die Bayern (34) trafen häufiger als Union (22). Doch die Eisernen haben den Münchnern sogar was voraus - als Blitzstarter schossen sie mit fünf Toren sogar eins mehr als der Rekordmeister in der Anfangsviertelstunde.  Was die Zahl der Jokertor angeht, haben aber die Bayern die Nase vorn. Unions vier Buden - immerhin Platz drei im Ranking gleich hinter Hertha - stehen sechs der Münchner gegenüber.