Gestatten, Gießelmann, Niko Gießelmann. Von Beruf Verteidiger, aber auch ein leidenschaftlicher Torjäger. City-Press/Matthias Renner

Taiwo Awoniyi, na klar. Schon drei Buden hat der Nigerianer jetzt gemacht. Max Kruse, logo. Ach ne, stimmt noch nicht. Unions spielbestimmender Torjäger ging bislang leer aus in der Liga. „Ich hätte nichts dagegen, wenn ich mal wieder ein Tor machen würde. Aber am Ende ist es mir egal, wenn wir gewinnen“, erklärt der 33-Jährige gelassen. Denn Grund zur Freude hatte er nach dem 2:1-Sieg gegen Gladbach natürlich trotzdem: Denn die Eisernen haben ja Niko Gießelmann.

Getreu dem Motto „Gießelmann, geh du voran“, hat der Linksverteidiger jetzt schon zwei Mal in Folge getroffen. In Düsseldorf war ihm das in 55 Bundesligakicks nur einmal gelungen. „Ein ungewohntes Gefühl für mich. Aber wenn es der Mannschaft hilft“, freute sich der 29-Jährige.

Gießelmann hat die Nase vorn vor Puchacz

Ein klein wenig ist der Aufschwung des gebürtigen Hannoveraners verwunderlich. Und das, obwohl sich da eine Geschichte wiederholt. Im Aufstiegsjahr war beispielsweise Christopher Lenz total abgemeldet hinter Ken Reichel. Jeder erwartete die Fortsetzung der Geschichte im ersten Bundesligajahr. Doch siehe da, Lenz lief Reichel den Rang ab.

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Im Vorjahr ließ Lenz keine Luft ran, der aus Düsseldorf gekommene Gießelmann hatte das Nachsehen. Als die Köpenicker nun im Sommer für teuer Geld Tymoteusz Puchacz verpflichteten – Nationalspieler und EM-Fahrer –, sah jeder den Polen als künftigen Stammspieler. Doch siehe da, nun hat Gießelmann die Nase vorn. Auch weil er vor dem Tor den richtigen Riecher zu haben scheint.

Gießelmann bleibt hungrig – und durstig

Trainer Urs Fischer sieht sich in seiner Auswahl bestätigt: „Genau in so einer Situation da zu sein. Er setzt das um, was wir von ihm erwarten.“ Der Schweizer weiter: „Er war auch immer wieder da, als es galt gegen den Ball zu arbeiten. Am Ende war Niko wirklich platt.“

Zeit zum Regenerieren und den Akku aufzuladen, hat Gießelmann nun in der Länderspielpause. Vorher wird aber noch auf seinen Doppelpack angestoßen. Gießelmann: „Jetzt gönnt man sich das eine oder andere Bier, aber dann steht schon wieder die Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben an.“

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