Im (Trainings-)Dress der besten Deutschen! Ex-Unioner Nico Schlotterbeck steht vor seinem Debüt bei Bundestrainer Hansi Flick. imago/Hartenfelser

Ob am Sonnabend in Sinsheim gegen Israel (20.45 Uhr/ZDF) oder erst drei Tage später am Dienstag in Amsterdam gegen die Niederlande (20.45 Uhr/ARD), das ließ Bundestrainer Hanis Flick bis zu diesem Freitag offen. Fest stand nur, dass Unions einstige Leihgabe aus Freiburg, Nico Schlotterbeck, nun sein Länderspieldebüt feiern darf. Das hatte ihm Bundestrainer Hansi Flick fest versprochen. Und sich nun für den Test gegen Israel festgelegt. 

„Er wird sein erstes Länderspiel machen, hat aber noch Potenzial nach oben. Da muss noch eine Entwicklung stattfinden“, hatte Flick im Vorfeld der Nominierung gesagt und wird jetzt bei den beiden Tests einen Mix aus Ausprobieren und Einspielen mit Blick auf die kommende WM im Winter in Katar wagen. Da spielt dann eben auch Schlotterbeck eine Rolle.

Ein Stück weit ist man in Köpenick stolz darauf, dass der Innenverteidiger, der immer mal wieder mit Dortmund oder dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird, es so weit gebracht hat und nun im zweiten Anlauf sogar zum Nationalspieler wird. Sicherlich, der jüngere der beiden Schlotterbeck-Brüder hat sich erst nach seiner Rückkehr vom 1. FC Union nach Freiburg so richtig ins Rampenlicht gespielt, dort in dieser Spielzeit in 25 Spielen sogar vier Tore gemacht.

Urs Fischer verbesserte Nico Schlotterbeck

Aber dieses Festbeißen im Fußball-Oberhaus wäre ohne sein gutes zweites Halbjahr in der Vorsaison bei den Köpenickern sicherlich nicht so vonstattengegangen. Union-Trainer Urs Fischer hat also seinen Anteil an der Entwicklung des 1,91 Meter großen Innenverteidigers.

In Freiburg steckt Schlotti II. nun in der Zwickmühle, die er und seine Keule Keven eigentlich hatten vermeiden wollen. In ein direktes Konkurrenzverhältnis hatten die beiden nie treten wollen. Daher hatte sich Keven ja in der Spielzeit 19/20 zum 1. FC Union ausleihen lassen und nach seiner Rückkehr war Nico in Köpenick ein Jahr lang in die Fußstapfen seines zweieinhalb Jahre älteren Bruders getreten.

Schlotti II. ist Süle-Fan

Doch in der laufenden Saison standen nun beide im Kader des SC Freiburg. Und Coach Christian Streich setzte auf Nico. Keven kam nur auf zehn mehr oder weniger Kurzeinsätze. Und daran wird sich bis zum Saisonende wohl wenig ändern.

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Doch im Sommer werden die Karten neu gemischt. Auch weil Nico trotz seines bis 2023 laufenden Vertrages vor einer Luftveränderung steht. „Natürlich besteht die Möglichkeit, dass ich im Sommer gehe. Ein Wechsel ist sehr wahrscheinlich, aber entschieden ist noch nichts“, räumte der 22-Jährige jüngst ein. Gut möglich, dass  Schlotti II. in der kommenden Saison zusammen mit Noch-Bayern-Star Niklas Süle das Innenverteidiger-Duo in Dortmund bildet.

Die Champions League winkt ihm übrigens sowohl beim BVB als auch bei den Breisgauern. Der SCF ist gleichauf mit den viertplatzierten Leipzigern und nur drei Zähler hinter den gerade schwächelnden Leverkusenern.

Süles Wechsel zum BVB ist bereits perfekt, um Schlotterbeck gibt es Spekulationen. Und Klein-Schlotti ist ein großer Fan des Noch-Bayern-Profis. „Er ist ein ruhiger Spieler, der auf dem Feld total seriös ist. Er bringt wirklich immer sehr gute Leistungen und war auch im jungen Alter wie ich beim DFB“, sagte der Freiburger im Sport1-Interview.

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