Nico Schlotterbeck attackiert den Augsburger André Hahn. Foto: imago images/ Passion2Press

Okay, es war vielleicht kein Comeback nach Maß, was Nico Schlotterbeck da mit und bei den Eisernen gegen den FC Augsburg erlebt hat. Lieber hätte der 21-Jährige gegen die Fuggerstädter gewonnen, klar. Doch für Schlotti II, das erklärt er in einem Gespräch zum Wochenbeginn, war es zunächst mal das Größte, wieder für Union auf dem Platz zu stehen. „Die Rückkehr hat richtig Spaß gemacht“, freut er sich und gibt einen kurzen Einblick in seine letzten vier Monate. 

„Die erste Verletzung war mit einer Ausfallzeit von vier bis sechs Wochen verbunden. Dann war eigentlich alles gut. Die zweite Verletzung kurz darauf war schwerer zu akzeptieren, vielleicht war ich da auch mal zu Hause schlecht drauf.“ In der Schlussphase des Spiels gegen den FSV Mainz 05 hatte sich der Bruder von Ex-Unioner Keven eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen, wenige Wochen später musste er, bereits zurück im Training, erneut abbrechen und wurde in seiner Genesung zurückgeworfen.

Nun ist er endlich wieder zurück und will auch regelmäßig spielen - am liebsten in der Innenverteidigung. „Im zentralen Mittelfeld wäre es schwer, weil man das Spiel auch hinter sich hat und ich die Abläufe lieber vor mir habe. Linksverteidiger habe ich gelegentlich in der U-Nationalmannschaft gespielt, es ist aber nicht gerade meine Lieblingsposition.“

Der Youngster weiß ganz genau, was er will. „Manch einer nennt das vielleicht Arroganz, aber ich lasse mir eben nicht von jedem etwas sagen. So selbstbewusst bin ich, vielleicht ab und zu auch mal frech. Aber ich finde, das braucht es im Profifußball auch“, bekräftigt er.