Benjamin Stambouli und Joel Pohjanpalo duellieren sich im Luftkampf. Imago/Contrast

Die Eisernen gewinnen auch im fünften Spiel in Folge nicht, obwohl der Gegner Schalke 04 heißt und das mit Abstand schlechteste Team der Liga ist. Das Team, das erst einmal gewonnen hat. Das Team, gegen das sogar Hertha gewinnt. Klar, die Eisernen haben zig Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und klar, auch nach diesem Remis ist eigentlich nichts passiert, alles noch in Ordnung in Köpenick.

Doch dieses „nichts passiert“ kann ich so langsam nicht mehr hören. Natürlich haben die Unioner eine überragende Hinrunde gespielt, ja, da vielleicht sogar den Klassenerhalt gesichert. Doch die Frage ist: Was muss denn passieren, dass „etwas passiert“ ist? Muss Union etwa doch noch in Abstiegsgefahr geraten?

Vielleicht ist das dramatisiert, übertrieben. Aber es nervt, die Mannschaft Woche für Woche richtig guten Fußball spielen und sich dafür nicht belohnen zu sehen. Mich wahrscheinlich noch weniger als die Spieler und Trainer Fischer. Gegen Schalke war Union über die gesamte Spielzeit das klar bessere Team, hätte gewinnen müssen. Dass das nicht gelungen ist, ist großer Mist und das muss auch mal gesagt werden.

Für mich ist klar: Ich habe keine Lust auf Krise. Erst Recht nicht nach dieser so starken Saison, die Union da präsentiert hat. Von daher plädiere ich dafür, jetzt doch mal ein bisschen Alarm zu schlagen, damit die Ergebnisse möglichst bald wieder stimmen. Es ist nicht „nichts passiert“! Union hat wieder nicht gewonnen und das sollte nächste Woche in Freiburg anders aussehen.