Alter schützt vor Leistungen nicht: Mannheims Marc Schnatterer. imago/HMB-Media

Schni-, Schna-, zwar nicht Schnappi. Aber zugeschnappt hat er eigentlich immer. Marc Schnatterer, über ein Jahrzehnt quasi das Synonym von Zweitligist 1. FC Heidenheim, hat die Eisernen richtig lieb. Gegen keinen anderen Gegner hat der heute 35-Jährige so oft getroffen im Bundesliga-Unterbau als gegen den 1. FC Union. Sechs Dinger schenkte er den Köpenickern in der Liga insgesamt ein. Und auch im Pokal zeigte er sich beim Erstrunden-Aus der Eisernen im August 2014 treffsicher.

Eigentlich dachte man in den Ländereien unweit der Wuhle, dass sich das Problem erledigt habe mit dem Bundesliga-Aufstieg 2019. Tschau, 2. Liga! Ciao, Herr Schnatterer. Und endgültig verbannt aus allen Träumen schienen der ewige Eisernen-Schreck diesen Sommer, als sein Vertrag an der Brenz nicht verlängert wurde und er in Liga drei anheuerte.

Marc Schnatterer im Interview.

swr

Mannheims Schnatterer träumt vom nächsten Pokal-Coup

Doch wie der Zufall es so will. Heute Abend ab 18.30 Uhr heißt es: Grüß Gott, da bin ich wieder. Denn Schnatterer ist bei Unions Zweitrundengegner Waldhof Mannheim eine feste Größe. Treffsicher und gefährlich wie eh und je, was vier Buden und drei Vorlagen unter Beweis stellen. Unumstrittenes Stammpersonal. Da kann man nur darauf hoffen, dass Trainer Urs Fischer seine Jungs dazu ermahnt hat, so wenig Fouls wie möglich rund um den eigenen Sechzehner zu produzieren. Denn Freistöße kann Schnatterer immer noch. Egal wie viele Jahre er schon auf dem Buckel hat.

„Wir haben alle richtig Bock auf das Spiel“, sagte Schnatterer im Interview mit dem SWR. Klingt zu Recht wie eine Drohung. Denn nach dem Pokal-Coup in Runde eins, wo Eintracht Frankfurt eliminiert wurde, soll jetzt der nächste Streich folgen. „Die erste Runde war sehr früh in der Saison, die Eintracht hatte einige personelle Wechsel im Kader“, weiß er allerdings auch, dass der derzeitige Drittliga-Fünfte, der seit sechs Punktspielen ungeschlagen ist, dafür wieder über seinen Grenzen hinausgehen muss. 

Lobende Worte für die Eisernen findet Schnatti aber auch: „Gegen Union wird es sehr schwer für uns, weil die Berliner eine große Wucht in der Defensive und in der Offensive tolle Spieler haben. Sie harmonieren als Team gut. Sie haben sich einen Namen in der Bundesliga gemacht und jetzt auch in Europa.“

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