Ex-Unioner Max Kruse sorgt sich nicht um die Eisernen. Für Hertha BSC sieht er dagegen schwarz. Foto: Imago

Union wird sich nach dem Abgang von Grischa Prömel im Sommer mal wieder kräftig schütteln müssen. Max Kruse, im Winter den finanziellen Lockrufen aus Wolfsburg gefolgt, macht sich keine Sorgen um die Eisernen. Der Ex-Spielmacher sieht den 1. FC Union mit Manager Oliver Ruhnert und Trainer Urs Fischer auch in Zukunft gut aufgestellt. Stadtrivale Hertha BSC prophezeit er dagegen bereits in dieser Saison den Abstieg. 

„Oli Ruhnert wird da schon eine Lösung finden mit dem Trainer, dass da auch in der nächsten Saison eine gute Truppe auf dem Platz steht“, erklärte Kruse auf der Streamingplattform Twitch und versuchte damit vielleicht auch ein bisschen die Wogen nach seinem Winter-Wechsel zu glätten.

Unions Macher müssen im Sommer nicht nur einen neuen Spielmacher finden. Durch den bevorstehenden Wechsel von Arbeitsbiene und Identifikationsfigur Grischa Prömel kommt weitere Arbeit auf die Eisernen zu. Vielleicht droht den Eisernen sogar der Ausverkauf. 

Kruse versteht Prömels Union-Abschied

Kruse kann die Rückkehr von seinem Kumpel zu seinem Jugendverein TSG 1899 Hoffenheim verstehen: „Ich kenne das ja selber, wenn man in der Jugend bei einem Verein spielt, so wie ich damals in Bremen, und sich nicht durchsetzen konnte. Dann will man es sich selbst und auch den anderen beweisen.“

Dabei plauderte Kruse im Netz mal wieder ein bisschen aus dem Nähkästchen: Denn Prömel habe ihn vorab über seinen Abschied aus Köpenick informiert. „Das ist natürlich auch schade für Union“, sagte Kruse und legte den Finger in die eiserne Wunde: „Dann ist es natürlich auch so, dass andere Vereine im Endeffekt auch mehr Geld bieten können, als Union das kann. Das muss man einfach so akzeptieren.“

Kruse tippt auf Hertha-Abstieg

Angeblich kassiert Prömel im Kraichgau das doppelte Gehalt. Kruse lässt sich in Wolfsburg von der Sportabteilung des Auto-Konzerns sogar noch fürstlicher entlohnen, was Ruhnert kurz nach dessen Abschied durchblicken ließ.

Dass der Frust bei den Fans des 1. FC Union groß ist, kann Kruse verstehen. Schließlich trauert der eiserne Anhang nicht nur um Prömel und Kruse. Zuvor packten ja auch Robert Andrich (Leverkusen) im vergangenen August und Marvin Friedrich (Gladbach) im Januar in Köpenick ihre Koffer.

Union reagiert auf Kruses und Prömels Wechsel

Kruse betonte aber auch, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt: „Es gibt auch Spieler, die wollen bei ihrem Verein bleiben, und irgendwann sagen die dann: „Nö, du kriegst jetzt keinen Vertrag mehr.“ Obwohl man die ganze Zeit Treue bewiesen hat.“

Ganz nach dem Geschmack der Union-Fans wird Kruses Analyse zu Hertha BSC sein. Dem blau-weißen Nachbarn, seit sieben Spielen sieglos und im freien Fall, prophezeit er nämlich am Ende der Saison Rang 17 – also den nächsten Abstieg in die Zweite Liga seit der Saison 2011/2012. Kruse: „Hertha ist für mich ein Kandidat, der gefährdet ist, auf jeden Fall.“

Union hat auf die Wechsel von Kruse und Prömel bereits reagiert und beugt in gewisser Weise dem nächsten schmerzhaften Abschied vor. Die Eisernen stellten die neue Social-Media-Rubrik „Frag mich doch“ zunächst mal ein. „Vorerst keine neuen Folgen“, verkündete der Klub auf Twitter versehen mit dem Hashtag „Fluchbeenden“.

In den ersten beiden Ausgaben standen Kruse und Prömel den Fans Rede und Antwort ...

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