Christian Gentner (l.) jubelt zusammen mit Joshua Mees über seinen Treffer zum 2:0 gegen Düsseldorf.  Foto: Maja Hitij/Getty Images Europe/Pool/dpa

Direkt nach dem Abpfiff am Sonnabend erwies sich Christian Gentner seines Spitznamens LeGente würdig. Einfühlsam und gentlemanlike versuchte er die Düsseldorfer zu trösten, die nach dem Abstieg traumatisiert am Boden lagen. 

Für den 34-Jährigen das Normalste der Welt. "Wir haben gegen Fortuna einen tollen Abschluss gehabt und trotzdem lässt einen das nicht ganz kalt. Ich hab' einige Freunde bei Düsseldorf. Ich habe selber schon erleben müssen, was es bedeutet, 'ne Liga runtergehen zu müssen. Es ist sehr hart", sagte Unions Spielgestalter. 

Jean Zimmer, Matthias Zimmermann und Erik Thommy haben wie er eine Stuttgarter Vergangenheit. Da möchte man den Kumpels nichts Böses wünschen. Aber so ist das halt im Fußball, es kann keine zwei Sieger geben.

Gentner war in letzten Wochen der stete Dreh- und Angelpunkt der Köpenicker. Daher ist ein neuer Kontrakt nur noch Formsache. "Er ist auch jetzt noch körperlich gut genug, um ein weiteres Jahr zu performen. Es wird für den Manager schwierig bei einem Genter nach dem, was er gegen Düsseldorf gespielt hat, zu sagen, wir verlängern nicht", ließ Oliver Ruhnert tief blicken.