Weil Fans ein Feuerwerk gezündet hatten, geriet ein Imbiss hinter der Fantribüne in Brand. Foto: Imago/Matthias Koch

Nach der Polizei hat nun auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Ermittlungen wegen der Feuerwerksaktion beim Berliner Stadtderby zwischen Union und Hertha (1:1) aufgenommen. „Der DFB-Kontrollausschuss wird nach den Pyro-Vorfällen im Berliner Bundesliga-Derby Ermittlungen einleiten“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses, Anton Nachreiner, auf Anfrage. 

Minutenlange Pyro-Show

Nach einer minutenlangen Pyro-Show zu Beginn der Partie am Ostersonntag hatte ein Imbiss-Büdchen am Stadion An der Alten Försterei Feuer gefangen. Der Brand wurde kurze Zeit später gelöscht. Die Berliner Polizei hatte daraufhin eine Strafermittlung wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz veranlasst. Das entstandene Feuer erfüllt den Tatbestand der Brandstiftung in unmittelbarer Waldnähe.

Unklar ist noch immer, wann und wie die Feuerwerkskörper auf dem Dach unbemerkt platziert wurden. Unions Pressesprecher Christian Arbeit hatte auf KURIER-Anfrage mitgeteilt, dass der Verein nun Videoaufnahmen von den Überwachungskameras des Stadions auswerten wolle für Hinweise auf die Täter. Viel Hoffnungen hat man dabei aber nicht. Auch nicht darauf, dass sich aus der Fanszene Hinweise ergeben könnten.