Union-Star Max Kruse (M.) jubelt nach dem Abpfiff des Derbys im Olympiastadion und dem 3:2 im Pokal-Achtelfinale bei Hertha BSC. Imago

Die Lust auf Titel ist ungebrochen. Schließlich hat Max Kruse davon trotz seiner tollen Karriere nicht so viele gewonnen. Einzig der eher zweitklassige Supercup ist da zu nennen, den der 33-Jährige 2015 mit dem VfL Wolfsburg, immerhin gegen die Bayern, gewann. Das soll sich nach dem 3:2-Derbysieg gegen Hertha BSC und Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals jetzt ändern: Union und Kruse wollen den Pott! 

„Das war für die Fans das Spiel des Jahres. Auch wenn das Stadion nicht voll ist. Ein Derby ist immer was Geiles. Gerade im DFB-Pokal“, freute Unions Spielmacher, der zusammen mit den Kollegen bei der Ankunft in Köpenick in der Nacht von einigen Fans mit bengalischen Feuern empfangen wurde.

Max Kruse will ins Pokalfinale

Kruse hat Blut geleckt: „Wir haben noch zwei Spiele bis zum Finale. Es sind zwei Siege, bis wir wieder im Olympiastadion spielen dürften. Es ist sicherlich noch die eine oder andere interessante Mannschaft dabei. Aber ich glaube, wir müssen uns nicht verstecken.“

Von der Tabellenkonstellation her sind die Köpenicker momentan sogar der bestplatzierteste Klub in dem Wettbewerb. Leipzig, Freiburg und Bochum liegen in der Liga hinter den Eisernen. Dazu kommen vier Zweitligisten. Union, der ewige Underdog, auf einmal Favorit? „Ja, wenn es so einfach wäre. Ich glaube, da hat die eine oder andere Mannschaft noch was dagegen. Das sind immer enge Spiele“, musste selbst der sonst so zurückhaltende Trainer Urs Fischer leicht schmunzeln. 

Selbst Urs Fischer träumt vom Pott

Doch dann nahm er die Rolle an und ist gespannt, wen Union fürs Viertelfinale (1./2. März) am 30. Januar in der ARD-Sportschau zugelost bekommt. „Wir schauen uns die Auslosung an und werden uns dementsprechend auf den nächsten Gegner vorbereiten. Aber es ist auch klar: Wenn du im Pokal mitspielst, willst du bis ins Finale, sonst musst du an diesem Wettbewerb nicht teilnehmen. Von daher haben das alle im Kopf“, sagte Fischer nach einem Abend, an dem die Eisernen die Frage nach der Nummer eins in der Hauptstadt eindrucksvoll beantwortet hatten und zudem mit einem Kunstschuss von Andreas Voglsammer beim 1:0 eine Bewerbung für das Tor des Monats eingereicht hatten.  

Und in Abwesenheit von Bayern und Dortmund deutet vieles daraufhin, dass sich wohl ein neuer Klub auf dem 52 Zentimeter hohen, 5,7 Kilogramm schweren Pott eingravieren lassen kann. Den vier verbliebenen Bundesligisten wurde diese Ehre bisher nicht zuteil. Ironischerweise aber mit dem HSV, dem Karlsruher SC und Hannover 96 drei der vier noch vertretenen Zweitligisten. Auch wenn es lange her ist. 

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