Florian Hübner vom 1. FC Union Berlin freut sich auf's Baby und die neue Bundesliga-Saison. Foto: City-Press

Aus großer Kraft kommt große Verantwortung. Und umgekehrt. Unions Innenverteidiger Florian Hübner ist bald Papa. „Meine Frau ist schwanger. Im Oktober ist es soweit“, verriet der 29-Jährige im Trainingslager in Bad Wörishofen, aus dem die Köpenicker am Dienstag zurück in die Hauptstadt gereist sind.

Die Beine müde, der Kopf auch. Da freut er sich umso mehr auf die Rückkehr in die Heimat. Vor allem, wenn da so aufregende Ereignisse bevorstehen. Vor etwas mehr als einem Jahr nach dem Bundesliga-Aufstieg hatte Hübi seine Freundin Reshma auf Mallorca geheiratet. Nun wird das Familienglück komplett. „Es wird ein Junge“, erzählte Hübner freudestrahlend.

Womöglich die dritte Generation Fußballer? Papa Bruno ist ja Sportdirektor bei Eintracht Frankfurt und kickte zu aktiven Zeiten in der Bundesliga bei Kaiserslautern ehe er bei Wehen Wiesbaden seine Karriere beendete. Flo’s Bruder Benjamin kickt derzeit für die TSG Hoffenheim. „Schauen wir mal, was wird. Das muss er später mal selbst entscheiden“, erkärt Florian lachend. Bei solchen Genen erscheint eine Karriere als Sportler programmiert.

Mit Papa-Power will Hübi im zweiten Bundesligajahr durchstarten. Anders als in den Vorjahren stehen die Chancen dafür eindeutig besser. „Diesmal konnte ich die ganze Vorbereitung mitmachen“, erinnert er an seine Missgeschicke, die ihm in den vergangenen zwei Jahren zum Start immer ins Hintertreffen geraten ließen.

Einen Anteil daran hat übrigens Fitnesscoach Martin Krüger. „Der versieht uns ja immer mit einem tollen Laufprogramm. Das macht echt immer Spaß im Urlaub“, erklärte Hübner mit einem Augenzwinkern, der seinen elf Einsätzen für Union in diesem Jahr deutlich mehr folgen lassen möchte.

Sanfte Hinweise an den Coach, Dreier- statt Viererkette spielen zu lassen – dann gäbe es einen Platz mehr für Manndecker in der Startelf   – verkniff sich der 1,93 m große Abwehrrecke. „Wir werden mit Sicherheit beide Systeme spielen. Das hängt oft auch vom Gegner ab“, sagt Hübner und macht nur eines klar: „Ich will jetzt weiter fit und gesund bleiben. Und dann für den Trainer eine echte Alternative sein.“ Am liebsten natürlich mehr als das. Egal wie sehr die Konkurrenz hinten durch Robin Knoche und Nico Schlotterbeck gewachsen ist.