Max Kruse jubelt bei seinem Comeback über seinen siebten Saisontreffer für Union. Foto: Imago/Behrendt

Die Serie des 1. FC Union hält. Die Festung Alte Försterei ist schwer zu schleifen. Die Eisernen waren auch im elften Heimspiel in Folge nicht zu bezwingen. Aber mehr als ein 1:1 (1:1) sprang gegen die TSG Hoffenheim auch nicht heraus. Aber immerhin festigten die Eisernen damit Platz sieben vor Mönchengladbach.

Kruse. Natürlich Max Kruse. Wer denn sonst gegen Hoffenheim, möchte man meinen. Gegen die Kraichgauer schoss er in Diensten des FC St. Pauli vor etwas mehr als zehn Jahren seinen ersten Bundesligatreffer, gegen keinen anderen Gegner setzte er die Kugel häufiger in die Maschen, nämlich achtmal. Nun ließ er alle neune folgen vom Punkt, weil Grillitsch Christopher Trimmel im Sechzehner umgegrätscht hatte. In Lewandowski-Manier mit verzögertem Anlauf setzte Kruse die Kugel unhaltbar oben rechts in die Maschen. So sieht ein Comeback aus! 86 Tage lang hatte Kruse drauf warten müssen, seit seinem Muskelbündelriss zugezogen gegen Hertha im Derby Anfang Dezember. Union wurde seinem Ruf als Blitzstarter einmal mehr gerecht. Es war schon der neunte Treffer in einer Anfangsviertelstunde in dieser Spielzeit.

Sicherheit gab das dem Spiel der Eisernen aber eher nicht. Die Gäste attackierten wütend. Mehrfach konnte sich Loris Karius, der erneut den nicht mal auf der Bank sitzenden Andreas Luthe vertrat, auszeichnen. Nach rund einer halben Stunde aber war er machtlos. Ein Fehlpass von Christopher Lenz leitete den Angriff der Kraichgauer durch Kramaric ein, an dessen Ende Nico Schlotterbeck den Ball ins eigene Tor bugsierte (29.). Auch Bebou hatte noch seine Aktie dran.

Schmeichelhaftes 1:1 zur Pause

In der Folge drängten die Gäste mit viel Spielwitz und vor allem Tempo kräftig weiter. Den Eisernen gelang es einfach nicht, das Spiel zu beruhigen. Mit Mühe rettete Union sich mit einem schmeichelhaften 1:1 in die Pause. 

Der zweite Durchgang begann mit Marius Bülter für Lenz. Dessen Muskulatur hatte offenbar doch wieder zugemacht. Beim Halbzeitpfiff war er schon ermattet auf den Rasen gesunken und hatte sich an der Wade behandeln lassen.

Mit viel Schwung kam Union aus der Kabine, nur dass das nach zehn Minuten schon wieder zu verpuffen drohte. Immerhin stimmte jetzt die Körpersprache. Hoffenheim immer noch gefälliger, aber ohne echte Chancen. Und doch hätte Bebou die Seinen eine Viertelstunde vor Schluss fast in Front gebracht. Herrlich von Kramaric freigespielt, setzte er die Kugel um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Und auch Friedrich musste noch einmal einen Ball für den bereits geschlagenen Karius von der Linie köpfen (80.). Puh!

Glück dann auch, dass Schiri Tobias Stieler Kaderabeks Führungstreffer wegen einer vorausgegangenen Abseitsstellung annullierte (84.). So blieb es beim leistungsgerechten Remis.

Kurse zumindest war nicht unzufrieden: „Was das Spiel angeht muss man sagen, dass wir heute schon glücklich einen Punkt mitgenommen haben. Wir hatten, glaube ich, einen Torschuss und das war der Elfmeter. Vielleicht haben wir die eine oder andere Situation, wenn wir die besser ausspielen, kommen wir noch zu Torchancen. Aber es fühlte sich gut an, mal wieder auf dem Platz zu stehen und der Mannschaft helfen zu können.“